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Gut Falkenstein

Wohnraum vermietet – Apotheker gesucht

Weyarn - Ziemlich genau vor einem Jahr wurde der Grundstein für das Projekt Gut Falkenstein in Weyarn gelegt. Nun sind die Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen, die Anlage füllt sich stetig mit Leben. Die Vermietung der Gewerbeflächen gestaltet sich indes schwieriger als gedacht.

Wenn Sigmar Graf von der Edison-Park Hausund Vermögensverwaltung der Familie Graf über Gut Falkenstein spricht, schwingen schon ein wenig Stolz und Freude in seiner Stimme mit. Das Vorhaben habe sich schon jetzt „als gut und richtig erwiesen“, sagt Graf. Und das wohl nicht ganz zu Unrecht. Ein Blick auf die Internetseite des Unternehmens verrät nämlich, dass die Vermarktung blendend läuft. Zumindest, was die rund 35 Wohneinheiten anbelangt. Bis auf eine Zweizimmerwohnung haben alle Bleiben einen Mieter gefunden.

„Es geht nun Schlag auf Schlag“, sagt Graf dazu. Die meisten Wohnungen seien übergeben, die Anlage bereits erfreulich lebendig. „Junge Leute, Pärchen, Kinder, Menschen aus der Region, aus München oder dem Ausland.“ Eine bunte Mischung lasse sich dieser Tage südlich des Alten Wirts nieder. Graf zufolge sei das auch nicht weiter verwunderlich, schließlich „ist Weyarn schon ein besonders schönes und beschauliches Örtchen mit unschlagbaren Reizen“. Er nennt etwa die gute Lage an der Autobahn, die zwar „nah ist, die man aber weder sieht noch hört“.

Ein wenig anders gestaltet sich indes die Situation bei den vier Gewerbeflächen (90 bis 150 Quadratmeter). „Zum heutigen Tag weiß ich da leider nichts Neues zu berichten.“ Die Lage sei unverändert, keine der Einheiten vermietet. Die Gemeinde wünscht sich nach wie vor eine Apotheke, die dem Ort guttun würde (wir berichteten). Allein, es ist keine in Sicht. „Ein Apotheker kommt ja erst, wenn ein Arzt da ist“, sagt Graf. Glücklicherweise führe man derzeit mit einer internistischen Facharztgemeinschaft sowie einer Praxisgemeinschaft aus Zahnärzten Gespräche. Ein Hemmschuh sei aber, dass Ärzte ihre Praxen bevorzugt kaufen würden, für die Familie ein Verkauf aber keinesfalls infrage komme. Dennoch, sagt Graf: „Ich bin guter Hoffnung, dass sich bald etwas ergeben wird. Wir müssen noch etwas Geduld haben.“ Er könne sich aber auch sehr gut eine junge und ambitionierte Friseurin vorstellen, die sich eine langfristige Existenz aufbauen möchte.

Der Gestaltungsspielraum bei den Flächen ist jedenfalls groß, denn die Räumlichkeiten sind leer und können kurzfristig und nach Mieterwunsch geteilt und ausgebaut werden. „Wir würden auch einen guten Teil davon übernehmen“, verspricht Graf. Ob nun Apotheke oder Friseur, die Familie Graf hat ihr erklärtes Ziel erreicht, die grüne Wiese zu nutzen und Lebensraum zu schaffen. Die Bauherren haben sich die Anlage im Oberlandstil übrigens an die zehn Millionen Euro kosten lassen.

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