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Die neue Zeitmessanlage in Bayrischzell wurde eingeweiht.

Neue Gratis-Attraktionen

Im Fernduell mit Spitzensportlern

Bayrischzell - Bayrischzell hat die neue Speedpoint-Zeitmessstrecke Richtung Walleralm eingeweiht. Hier können sich Radler und Läufer quasi im Fernduell mit einem Profi messen. 

Die Temperaturen steigen, und auch in höheren Lagen dominiert inzwischen das Grün. Für Michael Maier, Chef der Ski-, Berg- und Radelschule am Bayrischzeller Bahnhof, heißt das: Skier weg, her mit den Radln. Zudem eröffnete er am Sonntag zwei kostenlose Attraktionen: einen kleinen Übungsparcours für Mountainbiker auf dem Parkplatz am Tannerfeld sowie eine sogenannte Speedpoint-Zeitmessstrecke. Sie ist die erste in Bayern und bietet eine Herausforderung für Radsportler und Bergläufer. Die ersten, die sie bewältigt haben, waren Profis. An deren Zeiten kann sich ab sofort jedermann messen.

Drei verschiedene Routen führen vom Start am Tannerfeld zur Walleralm im Sudelfeldgebiet. Wer’s etwas leichter mag, steigt aufs Rennrad und strampelt 9,7 Kilometer auf der asphaltierten Sudelfeldstraße zum Ziel, vorbei am Schnauferl Wirt, der Waldkopf-Talstation sowie der Grafenherberg. Die Mountainbiker schwitzen dagegen die Schotterstraße der Sudelfeld-Talabfahrt Sauhöll hinauf, bevor sie die Sonnenalm passieren und nach 4,6 Kilometern und 630 Höhenmetern ihr Ziel erreichen. Die dritte Abteilung läuft zu Fuß. Dabei geht es 4,1 Kilometer lang über Forst- und Wanderwege unter dem nostalgischen Schwebelift hindurch bis zur dessen Bergstation und weiter durchs sogenannte Kanonenrohr im Skigebiet und um den Stausee herum. Dort verheißt die Walleralm Erfrischung.

Zur Einweihung ließ Maier in allen drei Kategorien Spitzensportler an den Start gehen, um die zeitliche Messlatte für die kommende Saison festzulegen. Mit dem Rennrad startete der italienische Rennradprofi Cesare Benedetti (28). Aufs Mountainbike schwang sich Johannes Berndl (23) aus Trostberg, und der ehemalige Weltklasse-Biathlet Michael Greis (39) aus Ruhpolding ging in der Disziplin Berglauf an den Start.

Kittenrainer: "Bayrischzell kann nicht nur Wintersport"

„Wir haben die Idee selber entwickelt“, berichtet Maier, der vor Wochen die Strecken selbst ausgekundschaftet hat. Damit keiner der Sportler auf den Wald- und Bergwegen verloren geht, hat er kleine Wegschilder aufgestellt. Darauf: Angaben zu den jeweiligen Höhenmetern und den verbleibenden Restkilometern. Die Technik zur Zeitmessung ist simpel. „Es gibt zwei Funkuhren, die miteinander verbunden sind“, erklärt Maier. Unten am Tannerfeld wird die Startzeit mittels einer Postkarte ein- und oben auf dem Sudelfeld wieder ausgestempelt. Die Anlage funktioniert somit ohne Personal – zu jeder Zeit von Mai bis Oktober.

Der Bayrischzeller Bürgermeister Georg Kittenrainer stand am Sonntagvormittag am Starthaus, hinter ihm der Wendelstein vor stahlblauem Himmel. „Bayrischzell zeigt sich heute von seiner schönsten Seite“, sagte er. Mit der Eröffnung falle zugleich der Startschuss für eine neue Entwicklung in Bayrischzell. Aus Sicht der Gemeinde sind die neuen Angebote nämlich ein weiterer Schritt in Richtung Förderung des Sommertourismus. „Wir können heute beweisen: Bayrischzell kann nicht nur Winter-, sondern hat auch Sommersport zu bieten.“ Danach richtete der Rathaus-Chef seine Worte an die Spitzensportler: „Gebt nicht zu viel Gas, sonst haben wir Normalsterbliche keine Chance, an Eure Zeit heranzukommen.“ Denn: Jeder Teilnehmer, der die vorgelegte Zeit der Spitzensportler um weniger als 15 Prozent überschreitet, bekommt auf der Walleralm ein Freibier.

Zur Zeitauswertung berichtete Maier zudem: „Der Sportler kann entscheiden, ob er sein Ergebnis nur für sich haben möchte oder im Internet veröffentlichen will.“ Am Ziel steht eine Box, in der die Athleten ihre Zeitkarte werfen können. Zwei Tage später steht das Ergebnis auf der Internetseite www.speedpoint.eu. Auf der finden sich auch alle Angaben zu den Routen und deren Beschaffenheit.

Von Daniel Wegscheider

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