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Wird ab 2017 in Bayrischzell teurer: Trinkwasser.

Erste Erhöhung seit zwölf Jahren

Neuer Tiefbrunnen: Das Wasser wird teurer

Bayrischzell –  Auf die Bayrischzeller kommen höhere Wassergebühren zu. Sie gehen einher mit der Inbetriebnahme des neuen Tiefbrunnens zum Jahreswechsel.

Die letzte Preiserhöhung bei der Wasserversorgungsgebühr in Bayrischzell war vor zwölf Jahren. Ab dem Jahreswechsel 2017, mit der Fertigstellung des neuen Tiefbrunnens und dem Umschluss an die Quelle im Larchfeld, kostet der Kubikmeter Wasser 80 statt 60 Cent. Bereits zum 1. Juli wird die Grundgebühr von 84 auf 120 Euro erhöht.

„Aufgrund der Investition entstehen höhere Wasserkosten durch den Pumpenbetrieb sowie den damit verbundenen Stromverbrauch“, erklärte Kämmerer Hubert Pöllinger dem Gemeinderat. Früher floss das Wasser direkt in die Leitungen, jetzt werde jeder Liter nach oben gepumpt.

Für Bürgermeister Georg Kittenrainer bedeute die Anhebung der jährlichen Grundgebühr auf 120 Euro eine gerechtere Verteilung des Gesamtbetrags für alle Nutzer, da die Leistung für Zweitwohnungsbesitzer mit wenigen Kubikmetern Wasserverbrauch genauso bereitgestellt werden müsse wie für eine fünfköpfige Familie, die täglich den Wasserhahn aufdreht. Was den Kubikmeterpreis von 80 Cent betrifft, liege die Gemeinde im Vergleich mit den Nachbarlandkreisen immer noch im unteren Bereich.

Die angesprochenen Vergleichszahlen warf Pöllinger auf eine Leinwand und nannte ein paar Beispiele: Kreuth berechnet 99 Cent, Irschenberg 1,12 Euro und Hausham 1,18 Euro pro Kubikmeter Verbrauchswasser. „Allerdings sind diese Werte nicht eins zu eins vergleichbar – den einige Gemeinden verlangen keine Ergänzungsbeiträge“, betonte Pöllinger. Bayrischzell setze dagegen auf eine Mischkalkulation aus einer Grund- und Verbrauchsgebühr.

Besonders die niedrige Verbrauchsgebühr werde einer touristischen Gemeinde wie Bayrischzell gerecht – mehr Wasser bedeute mehr Übernachtungszahlen, die wiederum mehr Verbrauchsgebühren produzieren. Von der Preiserhöhung ist allerdings nicht die Abwasserbeseitigung betroffen. Deren Grundgebühr bleibt bei jährlich 84 Euro und die dazugehörige Verbrauchsgebühr bei 1,30 Euro pro Kubikmeter. „Abwasser ist eine eigene Kalkulation und wird von der Wasserversorgung getrennt“, erklärte Pöllinger.

Des Weiteren sollen die Bürger zeitnah im Rahmen der Inbetriebnahme des Tiefbrunnens über dessen Wasserqualität informiert werden. „Es kamen schon einige Anfragen von Einheimischen zur neuen Wasserversorgung, insbesondere was die Wasserhärte betrifft“, berichtete Pöllinger. Von der Qualität des Wassers ist Kittenrainer überzeugt. Beim geplanten Wasserfest, einem Tag der offenen Tür in der zweiten Juli-Hälfte, können die Besucher selbst kosten, versprach der Bürgermeister: „Dort gibt es für alle ein Glas Wasser – auf Kosten der Gemeinde.“

Daniel Wegscheider

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