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Das auf 1740 Metern Höhe gelegene Wendelsteinkircherl ist für die nächsten Monate immer wieder geschlossen.

Kirche muss für 700.000 Euro saniert werden

Dem Wendelsteinkircherl geht’s nass nei

Bayrischzell - Kleine Ursache, großer Schaden: Feuchtigkeitsschäden haben der Kirche auf dem Wendelstein böse zugesetzt. Schuld sind undichte Stellen am Türmchen.

Wer die höchstgelegene Kirche Deutschlands auf dem Wendelstein bei Bayrischzell besichtigen möchte, muss bis auf Weiteres mit Einschränkungen rechnen: Das Gotteshaus ist zeitweilig geschlossen, Gottesdienste und Trauungen fallen aus. Erst in etwa elf Wochen – zum Patrozinium am 25. August – soll zumindest das Gerüst abgebaut sein.

Grund dafür sind die Sanierungsarbeiten, die derzeit laufen. Wassereintritt hat das Gemäuer massiv geschädigt. „Das kleine Türmchen ist undicht geworden“, erklärt Hans Vogt. Der ehemalige Betriebsleiter der Wendelsteinbahn war 48 Jahre lang – bis zu seinem Ruhestand – für die Kirche zuständig und kennt sie bestens. Deshalb haben ihn die Kirchenstiftung Brannenburg und das Architekturbüro gebeten, die Arbeiten zu begleiten. Eine Aufgabe, die der 69-jährige Brannenburger gerne übernimmt.

Die Schaden betrachtet er aber mit großer Sorge. Marode Fugen haben die Blechabschlüsse undicht werden lassen – Wasser durchnässte die Westwand. „Wenn das jetzt nicht behoben wird, schädigt es die Bausubstanz“, erklärt Vogt. Mit 700 000 Euro werde die Maßnahme veranschlagt. Einen Teil trägt das Ordinariat, den Rest muss die Kirchenstiftung Brannenburg stemmen. Wie viel es am Ende auch sein mag – die Stiftung hat bereits eine Spendenaktion gestartet.

Denn das Bauen in luftiger Höh’ ist mühsam und schon allein deshalb teuer. „Man kann zwar über unsere Bergbahnen alles hinaufbefördern, aber das letzte Stück muss alles getragen werden“, erklärt Vogt. Hubschraubereinsätze seien aber noch teurer, zumal es am Berg nur wenig Lagermöglichkeiten gebe. Das war auch schon zur Zeit der Errichtung so. „Schon damals hat man am Material gespart.“

Dennoch ist Deutschlands höchstgelegene, als solche geweihte Kirche – auf der 2962 Meter hohen Zugspitze steht nur eine Kapelle – ein Bauwerk, das nicht nur Tausende Besucher fasziniert, sondern auch Vogt. Vor 55 Jahren habe er dort „seine Karriere“ als Ministrant begonnen. „Sie ist außergewöhnlich. All die Jahre bin ich da raufgefahren und habe stets als Erstes zur Kirche geschaut, weil sie durch das Spiel von Licht und Schatten jedes Mal etwas anders aussieht.“ Und das soll auch nach der Sanierung wieder so sein.

Das Spendenkonto ist bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling eingerichtet. Die IBAN lautet DE65 7115 0000 0000 3317 44, die BIC ist BYLADEM1ROS.

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