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Diente bis dato nur Feuerwehren als beliebtes Areal für Übungen: Deisenrieder Stollen.

Eon gibt nach - Leader-Förderung steht nichts mehr im Weg

Gute Nachrichten fürs Leitzachtaler Schaubergwerk

Fischbachau - Das Schaubergwerk im Deisenrieder Wetterstollen stand lange auf der Kippe. Doch nach Informationen unserer Zeitung, kann es jetzt endlich doch losgehen.

Die Kehrtwende ist vollzogen, das Leader-Projekt Schaubergwerk Deisenrieder Wetterstollen kann doch realisiert werden. Das teilt Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) auf Anfrage unserer Zeitung mit. Bereits in seiner Novembersitzung soll der Gemeinderat die nötigen Beschlüsse für das 200 000-Euro-Projekt fassen.

Im Juni diesen Jahres war das Projekt ins Wanken geraten. Der Eigentümer E.on SE zierte sich, den Stollen an die Gemeinden Fischbachau und Bad Feilnbach zu verpachten. Diese kooperieren bei dem Projekt, was eine höhere Förderung ermöglicht. Grund für das zwischenzeitliche Scheitern: die Haftung. Die – beispielsweise bei Unfällen oder einem Austreten von Gasen oder kontaminiertem Wasser im Stollen – darf der Konzern nämlich nicht an die Gemeinden abtreten. Der geplante, schon damals illusorische Eröffnungstermin am 3. Juli war damit nicht mehr zu halten. Zuvor hatte E.on SE gar angeboten, den Stollen zum Kaufpreis von einem Euro zu veräußern – auch diese Offerte verlor ihre Gültigkeit.

Jetzt gibt es unverhofft Positives zu vermelden: Die E.on SE zeigt sich nun doch einverstanden, einen Pachtvertrag mit den Gemeinden zu schließen – und das sogar unentgeltlich. Die anfängliche Haftungs-Problematik ist inzwischen keine mehr. „Die bergrechtliche Haftung liegt weiter bei der E.on SE. Die Gemeinde hat die Haftung bei Führungen.“ Beispielsweise, wenn ein Teilnehmer durch einen Sturz zu Schaden kommt.

Damit die anvisierte Förderung über das Leader-Programm zum Tragen kommt, muss das Schaubergwerk mindestens zwölf Jahre lang betrieben werden. Lechner und E.on SE haben sich auf 15 Jahre geeinigt. „Die zwölf Jahre gelten erst ab dem Tag der Eröffnung.“ So bleibt genügend Zeit, um die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

Der Pachtvertrag gilt zunächst für die Strecke, die bereits von einer externen Firma begutachtet wurde. „Das sind in etwa 400 bis 420 Meter.“ Bei Bedarf kann die Strecke aber jederzeit verlängert werden. „Im Vertrag wurde im beiderseitigen Interesse eine Option verankert, die es ermöglicht, bis ganz nach hinten zu erweitern.“ Also auf bis zu 800 Meter. Dazu bräuchte es lediglich ein weiteres Gutachten.

Jetzt stehen noch die Beschlüsse der Gemeinderäte in Fischbachau und Bad Feilnbach aus. Und die Leader-Vergabesitzung im ersten Quartal 2017. „Da müssen wir nur noch einen längerfristigen Vertrag vorweisen“, sagt Lechner. „Ansonsten sind wir durch.“ Einen Wunschtermin für die Eröffnung gibt es bislang nicht.

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