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Bleibt so, wie es ist: Aus dem Wörnsmühler Freibad wird auf Wunsch der Schwimmer vorerst kein Naturbad.

"Es macht keinen Sinn, jemand zwangszubeglücken"

Stammschwimmer lehnen Naturbad in Wörnsmühl ab

Wörnsmühl - Das letzte Wort hatten die Schwimmer. Und die legten ein Veto gegen ein neues Konzept für das Freibad Wörnsmühl ein. Josef Lechners Idee vom Naturbad hat damit Schiffbruch erlitten.

Eine Reihe von Damen hatte Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) über ihre Wünsche für das Wörnsmühler Freibad befragt. Zwar nicht repräsentativ, wie Lechner nun im Gemeinderat betonte, aber deshalb nicht weniger aussagekräftig. Das Fazit der „Meinungsführerinnen“ fiel eindeutig aus. Ein Naturbad komme für sie nicht in Frage, berichtete der Bürgermeister. Seine Idee, das Freibad mit Unterstützung von Leader-Fördergeldern in ein neues Konzept zu überführen, hatte damit Schiffbruch erlitten.

Gut 200 000 Euro hätte die Gemeinde für den Umbau berappen müssen. Wie ein Naturbad im fertigen Zustand aussieht, davon hatte sich ein Teil des Gemeinderats sowie der Verwaltung bei einem Ortstermin in Samerberg selbst überzeugt. Mit viel Leidenschaft habe Bürgermeister Georg Huber die Gruppe durch das Bad geführt. Dieses ist im wahrsten Sinne des Wortes naturbelassen. Weder ein Bademeister, noch ein Rettungsschwimmer sei vor Ort, auch Eintritt werde nicht kassiert. Lediglich der Kiosk ist vermietet. „Allerdings waren auch viele Algen im Becken“, berichtete Hans Seemüller (FWG). „Das ist eben Natur pur“, konterte Lechner, der das Konzept als „sehr ansprechend“ empfunden hatte.

Anders die Stammschwimmerinnen in Wörnsmühl. Sie wollen laut Lechner lieber ein „Dorfbad statt einem touristischen Highlight“. Auch, um unter sich zu bleiben und nicht von auswärtigen Gästen überrannt zu werden. Der Bürgermeister akzeptierte diese Haltung. „Unser Bad ist verkehrstechnisch sicher“, betonte er. Die Risse im Beckenboden habe der Bauhof behoben, und auch in Zukunft werde es immer wieder kleinere Verbesserungen wie zum Beispiel einen neuen Durchlauferhitzer für die Duschen geben.

Langfristig gelte es schließlich, ein neues Betriebskonzept für das Freibad zu entwickeln. Die Gemeinde wird ein solches Konzept in Auftrag geben. Einstimmig segneten die Gemeinderäte die dafür nötigen 500 Euro ab. Auch mit dieser Lösung könne er gut leben, betonte Lechner: „Ein 200 000 Euro teures Bad hinzustellen, um Leute damit zwangszubeglücken, macht keinen Sinn.“

sg

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