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Entsetzt über die Folgen des Diebstahls: (v.r.) Anton Bichler, Zweiter Vorsitzender des MSC Hausham, Vorsitzender Josef Darchinger und Gerätewart Henry Werner mit den nach der Verfolgungsjagd kaputten Karts.

Polizei und Verein lieferten sich ein Rennen mit Dieben

Geklaute Karts: Hier endete die irre Verfolgungsjagd

Hausham – Die illegale Spritztour endete auf einem Bauernhof. Am späten Samstagabend parkten die Diebe die Karts des MSC Hausham zwischen Hausham und Schliersee. Die Flitzer sind völlig kaputt.

Etwa gegen 23.30 war die spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei vorbei – mit schlimmen Auswirkungen auf den MSC: Die geklauten Renner sind kaputt, die Täter weiter auf der Flucht.

Als Zweiter Vorsitzender Anton Bichler am Montag von der Polizei verständigt wird, dass die Karts wieder aufgetaucht sind, überrascht ihn das nicht. Ihm war von Anfang an klar, dass die Diebe nicht an den sechs PS starken Boliden interessiert waren, sondern nur an einem Streich. Doch der hat dramatische Folgen für den ohnehin finanziell klammen Verein.

Das merken die MSC-Mitglieder schon, als sie die Karts zurück zu ihrem Container auf dem Haushamer Volksfestplatz fahren. „Die Lenkung hat in eine Richtung gezogen“, berichtet Bichler. Die Diagnose ist fatal: verbogener Rahmen, krummes Fahrwerk – ein irreparabler Schaden. Bichler wundert das nicht. „Die Diebe sind durch jedes Schlagloch gefahren und immer wieder aufgehockt“, sagt er. Ob mutwillig oder unfreiwillig, kann der Zweite Vorsitzende nicht sagen. „Karts haben keine Scheinwerfer.“ Von den Helmen fehlt bis heute jede Spur. Bichler vermutet, dass sie die Täter auf ihrer Flucht vor der Polizei irgendwo in die Schlierach geschmissen haben.

Das wesentlich größere Übel sind aber die kaputten Karts. Fast 9000 Euro müsste der MSC für einen Neukauf locker machen. „Das können wir uns nicht leisten“, sagt Bichler. Die Konsequenzen sind existenzgefährdend. Im April startet die neue Saison im Jugendkartslalom. Acht junge Fahrer des MSC gingen regelmäßig bei den zwölf bis 15 Rennen an den Start. Beim Heimrennen auf dem Volksfestplatz nahmen sogar bis zu 100 Haushamer Kinder auf dem Fahrersitz der beiden Renner Platz. All das steht jetzt auf dem Spiel.

Doch Bichler gibt die Hoffnung nicht auf. Zum einen setzt er auf Zeugenhinweise, die der Polizei bei den Ermittlungen der Diebe helfen könnten. Zum anderen bittet er um Spenden. „Vielleicht gibt es ja ein paar Gewerbetreibende, die uns unterstützen möchten“, sagt er. Im Februar will sich der Zweite Vorsitzende auf der Hausmesse eines großen Kartherstellers nach Sonderangeboten umschauen. „Es wäre leichter, wenn ich da nicht mit leeren Händen hinfahren muss.“

sg

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