Breitbandausbau

Berlin sagt Irschenberg Förderung zu

Irschenberg - Der Breitbandausbau in Irschenberg nimmt wieder Fahrt auf. Beim Besuch im Verkehrsministerium in Berlin hat die Gemeinde grünes Licht für die zusätzliche Förderung durch den Bund erhalten.

Es war ein stressiger Wochenanfang. Am frühen Montagmorgen jettete Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer mit Geschäftsleiter Josef Bögl und Michael Müller vom Planungsbüro Corwese in Sachen Breitbandausbau in die Bundeshauptstadt. Und Berlin war eine Reise wert: Im Bundesverkehrsministerium legte die Gruppe auf Einladung von Minister Alexander Dobrindt dem Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft, Ministerialdirektor Tobias Miethaner, die Irschenberger Situation dar: große Fläche, 144 Ortschaften und Weiler sowie eine hügelige Topografie. Argumente, die überzeugten: Irschenberg bekam die Zusage, im neuen Programm gefördert zu werden.

„Für uns ist das ein wichtiger Schritt“, betont Schönauer. „Damit können wir Irschenberg sehr gut versorgen.“ Weil die Breitbanderschließung des gesamten Gemeindegebiets erst am Anfang steht, soll schrittweise vorgegangen werden: erst der Ausbau im Rahmen des Landesprogramms, dann auf Basis der Förderung durch den Bund. Beim großen Ziel ist Schönauer ambitioniert: Am Ende soll jedes Haus einen Glasfaseranschluss haben.

Finanziell ist der Rahmen des Bundesprogramms größer als das des Freistaats. Bis zu 15 Millionen Euro Unterstützung seien hierbei möglich, berichtete Schönauer noch am selben Abend seinem Gemeinderat. Auf Landesebene gibt es dagegen nur eine Million – viel zu wenig, will man die großflächige Gemeinde einigermaßen per Glasfaserkabel auf 30 MBit/Sekunde trimmen.

Die Verteilung der finanziellen Last sieht im neuen Programm so aus: Der Bund übernimmt 50 Prozent der Kosten. Bei der anderen Hälfte steigt der Freistaat als Co-Förderer ein. Er übernimmt weitere 30 Prozent, sodass die Kommune letztlich nur 20 Prozent selbst stemmen muss. Jedoch fördert das Land nur bis zur Höchstgrenze seines eigenen Förderprogramms, also bis zu 950 000 Euro. Alles, was darüber liegt, muss ebenfalls die Gemeinde übernehmen.

Irschenberg ist damit wieder auf der Spur, nachdem zuletzt die Reservierung der beiden Kabelverzweiger für Niklasreuth und Buchbichl/Jedling durch die Valleyer Firma Avacomm das früh gestartete Projekt in Stocken gebracht hatte. Wie berichtetet, hatte der Internet-Anbieter sich bei der Bundesnetzagentur 2015 die beiden Knotenpunkte für den Ausbau reserviert, nachdem die Gemeinde bereits für das gesamte Gebiet ihren Förderantrag beim Freistaat eingereicht hatte.

Aufgrund dieser Kollision baute Avacomm nicht aus, und die Gemeinde musste einen neuen Förderantrag beim Land einreichen – ohne besagte Verzweiger. derzeit wartet Irschenberg noch auf den Förderbescheid aus München, doch der spätere Kooperationspartner steht bereits fest: Am Montag gab der Gemeinderat nichtöffentlich der Telekom den Zuschlag. „Das war der günstigste Anbieter“, berichtet Bögl. Liegt der Bescheid vor, kann umgehend der Kooperationsvertrag abgeschlossen werden – das ist quasi der Baubeginn.

Wie viel die Gemeinde dafür selbst investieren muss, ist derzeit offen. „Für den ersten Schritt rechnen wir mit 120 000 Euro Eigenanteil“, sagt Bögl. 380 000 Euro trage der Freistaat. Für das Programm des Bundes wurde laut Müller die Bedarfsplanung abgeschlossen, jetzt folge die Kostenschätzung – Höhe offen. Insgesamt geht Schönauer aktuell von rund 400 000 Euro Selbstbeteiligungsbudget aus. Geplant sei fürs Erste eine Mischung aus Glasfaser zum Verteiler und – wie beispielsweise im Gewerbegebiet Wendling – auch Glasfaser zum Haus. Schönauer: „Alles können wir uns damit nicht leisten, aber es lässt sich einiges machen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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