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So saß es sich einst: Niklasreuther Schulkinder probieren die Sitzbänke im historischen Klassenzimmer des „Raider Dorfmuseums“ aus.

Dorfmuseum in Niklasreuth 

Wo schon der Bürgermeister die Schulbank drückte

Irschenberg - Das „Raider Dorfmuseum“ ist fertig. Das Gemeinschaftshaus in Niklasreuth wird seinem Namen damit immer mehr gerecht.

Museen, das sind laut Definition „öffentliche Sammlungen von Zeugnissen der menschlichen Kulturentwicklung“. Auf eine lange Entwicklung kann auch Niklasreuth zurückblicken. Nun werden Tradition und Geschichte dieses kleinen Irschenberger Ortsteils sicht- und erlebbar: Im Keller des Niklasreuther Gemeinschaftshauses hat nun das „Raider Dorfmuseum“ eröffnet. Bei einem kleinen Festakt hat es die Gemeinde Irschenberg jetzt der interessierten Öffentlichkeit übergeben. Pfarrer Michael Nagel segnete die Räume, die Raider Musikanten spielten passende Melodien, und gemeinsam beteten die Gäste ein „Vater unser“.

Der Geistliche war nicht mit leeren Händen gekommen, als passendes Geschenk hatte er für Bürgermeister Hans Schönauer geflochtene Wachsstöckerl mitgebracht. Schönauer gab diese Utensilien, die früher in jedes Haus gehörten, umgehend an Resi Gasteiger weiter. Die ehemalige Gemeinderätin sei die Mutter des neuen Museums, betonte der Bürgermeister. „Dir und Deinen vielen weiblichen und auch männlichen Helfern haben wir es zu verdanken, dass die Idee vom dörflichen Museum umgesetzt werden konnte“, erinnerte der Rathauschef. Den Alltag einer heutzutage kaum noch vorstellbaren Epoche gedanklich vorüberziehen lassen und in eigenen Erinnerungen schwelgen, diese Möglichkeit soll das Museum in vielfältiger Weise bieten. Schönauer tat sich damit leicht. „In dieser Bank habe ich selbst gesessen“, blickte er bei der Museums-Eröffnung auf seine Niklasreuther Schuljahre zurück. Neben dem Schulwesen werden im Gemeinschaftshaus auch auch die Bereiche Landwirtschaft, Handel und Handwerk, Kirche und Gesellschaft beleuchtet.

In dem Gebäude sind obendrein der Kindergarten und die Musikkapelle daheim. Mit dem Museum wird die Vergangenheit lebendig gehalten, im Kindergarten die junge Generation betreut und mit der Musikkapelle das Kulturgut gepflegt. Das gut eingeteilte Gemeinschaftshaus wird der Bedeutung seines Namens nun immer mehr gerecht. Dazu passt auch, dass am Kirchweihwochenende mit Musik, Kaffee, Kuchen und selbstgebackenen Spezialitäten gefeiert wurde.

Öffnungszeiten: Derzeit gibt es für das Dorfmuseum noch keine festen Öffnungszeiten. Wer sich für eine Besichtigung interessiert, meldet sich unter 0 80 64 / 4 28 88 02 bei Resi Gasteiger oder 0 80 28 / 554 bei Kathi Estner.

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