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Restlos ausgebucht: Die Kita Farbenfroh der Caritas in Irschenberg hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Auf der Wiese davor soll deshalb ein Neubau entstehen.

Irschenberg plant mit Eröffnung in zehn Monaten

Neuer Kindergarten: Sondersitzung wegen straffem Zeitplan

Irschenberg - Die Kita Farbenfroh in Irschenberg platzt aus allen Nähten. Eine Gruppe wurde bereits ausgelagert. Im September 2017 soll nebenan ein Neubau eröffnen. Der Zeitplan ist straff.

Die Rote Gruppe hält Petra Schubert derzeit gut in Atem. Nicht etwa, weil die Kleinen so wild wären. Es ist die Auslagerung der Gruppe ins benachbarte Caritas-Kinderdorf, die die Leiterin der Kita Farbenfroh in Irschenberg in den vergangenen Monaten stark gefordert hat – vor allem im Hinblick auf die Personalplanung.

Weil das Gelände nicht eingezäunt ist, müssen durchgehend drei Betreuerinnen die Kinder im Auge behalten. „Wir können da nicht jonglieren“, erklärte Caritas-Kreisgeschäftsführerin Beate Haslinger-Naß, die mit Schubert in die Sitzung des Irschenberger Gemeinderats gekommen war. Zum einen, um das dadurch aufgelaufene finanzielle Defizit zu erklären, zum anderen aber auch, um sich die Pläne für den neuen Kindergarten anzuschauen.

Gut 45 000 Euro an Mehrkosten habe die Rote Gruppe verursacht, berichtete Geschäftsleiter Josef Bögl. 2015 waren es 21 500 Euro, für heuer rechne die Caritas mit 23 500 Euro. Positiv sei, dass dafür das für 2015 eingeplante Kita-Defizit von 20 000 Euro nicht angefallen sei. „Wir hatten ein gutes Jahr“, sagte Haslinger-Naß. Die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst hätten sich erst heuer auf die Personalkosten der Caritas ausgewirkt. „Die Kirche ist da immer ein bisschen später dran“, erklärte sie. Zudem bat sie die Gemeinde, sich rückwirkend mit 8600 Euro am Budget für eine Praktikantin im Kinderdorf zu beteiligen.

Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) hatte damit kein Problem. „Ich finde, das steht uns gut zu Gesicht“, sagte er. Auch am Ratstisch gab es keinen Widerspruch. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, die Summe von insgesamt 53 000 Euro an die Caritas zu überweisen.

Ein vergleichsweise kleiner Betrag angesichts der Investition, die für den neuen Kindergarten westlich der Kita Farbenfroh fällig wird. Bögl geht aktuell von 2,5 Millionen Euro aus. Maximal eine Million Euro an Fördergeld sei zu erwarten. Auf knapp 400 Quadrametern sollen neben besagter Roter Gruppe eine weitere Kindergarten- und eine Krippengruppe unterkommen. Im Obergeschoss sind Räume für die Mittagsbetreuung – die derzeit in der Schule beheimatet ist – und für Senioren geplant. 50 zusätzliche Plätze stehen laut Bögl für den Kindergarten im Neubau zur Verfügung, 15 für die Krippe. Ein Verbindungsgang zur Kita Farbenfroh werde noch geprüft. So viel steht jedenfalls bereits fest: „Der Bedarf an Betreuungsplätzen in Irschenberg ist hoch.“

Entsprechend sportlich ist der Zeitplan. Bis September 2017 soll der neue Kindergarten bezugsfertig sein. Entsprechend überrascht schauten einige Gemeinderäte drein, als Schönauer verkündete, dass bei der Einladung von Architekt Joachim Staudinger in die Sitzung offenbar etwas schiefgegangen sei. Ohne dessen Erläuterungen habe es keinen Sinn, sich die Pläne anzusehen, sagte Zweiter Bürgermeister Klaus Meixner (CSU). Schönauer versuchte dennoch, ein paar Basis-Infos weiterzugeben. So werde das neue Gebäude unten herum gemauert und oben in Massivholz- oder Holzständerbauweise errichtet. Architekt Staudinger habe sich dabei nicht an „irgendwelchen Wünschen“, sondern streng an den gesetzlichen Vorgaben orientiert.

Franz-Anian Nirschl (FWG Irschenberg-Reichersdorf) reichten diese Erklärungen nicht aus. Er sorgte sich vor allem um den straffen Zeitplan. „Wenn wir Herrn Staudinger erst in die nächste Sitzung einladen, verlieren wir nochmal einen Monat“, sagte er. Er schlug vor, zeitnah eine Sondersitzung anzusetzen. Schönauer versprach, genau das zu tun. „Wir wollen ja nichts zurückhalten“, sagte er. Auch die Caritas werde man eng in die weitere Planung einbinden.

Haslinger-Naß begrüßte dies. „Es ist immer gut, früh miteinander zu reden“, sagte die Kreisgeschäftsführerin. Auch sie zeigte sich beeindruckt vom anvisierten Eröffnungstermin. „Das grenzt fast an Zauberei“, bemerkte sie schmunzelnd. Für die Sondersitzung lud sie den Gemeinderat direkt in die Kita Farbenfroh ein. Für Speis und Trank sei gesorgt, versprach Haslinger-Naß. „Und wir haben auch große Stühle.“

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