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Vorfreude auf die Premiere: (v.l.) Traudi Stahl, Christiane Juffinger, Margarete Stöger und Sixtus Juffinger fiebern dem ersten Reider Markt am Samstag entgegen.

Interview mit Niklasreuther Organisatorin

Warum sich ein 150-Seelendorf einen riesigen Markt antut

Niklasreuth - Beim ersten Reider Markt hilft das ganze Dorf zusammen. Wie die Idee entstanden ist, erklärt Margarete Stöger im Interview.

Rund 30 Häuser stehen in Niklasreuth. Seit dieser Woche sind es fast drei Mal so viel. Grund für das sprunghafte Wachstum des sonst so beschaulichen 150-Seelen-Dorfs – von den Einheimischen liebevoll „Reid“ genannt – sind die Vorbereitungen zum ersten Reider Markt am Samstag, 12. November. Was im Mai mit einem Traum von fünf engagierten Niklasreuthern begonnen hat, treibt nun die ganze Dorfgemeinschaft an. Wir haben bei Mitorganisatorin Margarete Stöger (42) nachgefragt, wie der Gedanke zum Markt entstanden ist und was sich die „Reider“ davon versprechen.

Frau Stöger, wie kommt man auf die Idee, zu fünft einen Markt mit 78 Standln auf die Beine zu stellen?

Stöger: Angefangen hat es eigentlich mit dem Ende der Woidweihnacht in Poschanger. Weil da die Fläche nicht mehr zur Verfügung gestanden ist, wollten wir stattdessen etwas anderes aufzuziehen. Es hat aber zwei Treffen gedauert, bis wir uns sicher waren, dass wir das wirklich durchziehen wollen. Dass am Ende ein so großer Markt daraus wird, haben wir da natürlich noch nicht geahnt.

Wie haben Sie es denn geschafft, so viele Aussteller nach Niklasreuth zu locken?

Stöger: Wir sind selbst leidenschaftliche Marktgeher und haben bei anderen Veranstaltungen die Visitenkarten der Standbetreiber eingesammelt. Durch den Termin vor der Adventszeit sind die Aussteller und auch die Buden noch verfügbar gewesen. Mit am wichtigsten ist aber unsere intakte Dorfgemeinschaft.

Sie mussten also nicht lange um Unterstützung werben?

Stöger: Ganz und gar nicht. Als wir im August von Haus zu Haus marschiert sind, um unsere Idee vorzustellen, haben wir offene Türen eingerannt. An dieser Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert. Es hilft wirklich jeder mit. Der Bürgermeister hat uns das Gemeindehaus zur Verfügung gestellt, der Pfarrer den Pfarrhof, der Wirt einen Nebenraum. Um Essen und Trinken kümmern sich unsere Ortsvereine, die Kinderbetreuung übernehmen die Ministranten. Der Rückhalt ist unglaublich groß.

Überrascht Sie das?

Stöger: Eigentlich nicht. Wir Reider haben schon immer zusammengehalten. Diese Botschaft wollen wir nun mit dem Markt nach außen tragen.

Der Reider Markt

am Samstag, 12. November, in Niklasreuth beginnt um 14 Uhr. Unter dem Motto „Wos Scheens und wos Guads“ gibt es neben Kunsthandwerk auch allerhand Kulinarisches zu bestaunen und zu kaufen. Als Rahmenprogramm sind vier Konzerte in der Pfarrkirche geplant. Abends wird das Dorf stimmungsvoll beleuchtet. Der Eintritt kostet einen Euro.

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