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Grundlos bedrohte ein Miesbacher (25) Jugendliche mit einem Messer (Symbolbild).

Vorbestrafter Miesbacher vor Gericht

Grundlos: Jugendliche mit Messer bedroht

Miesbach - Ein zehnfach vorbestrafter Miesbacher (25) bedroht grundlos Jugendliche nach dem Streit mit seiner damaligen Ehefrau. Nun gibt es dafür eine Bewährungsstrafe.

„Es ist Ihr Glück, dass Sie alles eingeräumt haben, sonst hätte ich Sie heute eingesperrt.“ Das sagte der Miesbacher Amtsgerichtsdirektor Klaus-Jürgen Schmid zu einem 25-jährigen Miesbacher, der wegen versuchter Körperverletzung mit Bedrohung auf der Anklagebank saß.

Auf der anderen Seite hatte eine Gruppe Jugendlicher Glück, dass sie unverletzt davon kam. Doch was war passiert? Der Miesbacher verbrachte einen September-Abend im vergangenen Jahr mit seiner baldigen Ex-Frau im Oberland-Kinocenter in Hausham. Dort kam es zwischen den Eheleuten zum Streit. „Wie so oft“, fügte der Angeklagte an. „Sie hat mich so sehr provoziert, dass ich wütend geworden bin.“

Seine Wut ließ der Miesbacher dann jedoch nicht an seiner Frau aus, sondern an mehreren Jugendlichen, die in der Nähe des Kinos standen. „Ich dachte, sie hätten den Streit gesehen und mich ausgelacht“, sagte der 25-Jährige aus. Dem war jedoch nicht so. Die Clique unterhielt sich ganz normal und gab dem Beschuldigten keinen Anlass, ihnen etwas anzutun.

„Wenn Sie sich das nächste Mal provoziert fühlen, dann machen Sie doch einfach ein paar Liegestützen.“

Der aufgebrachte Angeklagte aber lief mit einem Messer auf die Jungs zu und schrie: „Ihr scheiß Kanacken! Ich bring Euch alle um!“ Er räumte den rassistischen Aggressionsausbruch sofort ein. Das war aber noch nicht alles. Wenige Augenblicke später, als der 25-Jährige am Bahnhof auf den Zug wartete, befanden sich die Jugendlichen erneut in seiner Nähe. Diesmal wurde der Mann sogar handgreiflich.

Er streckte seinen Arm in Richtung eines Minderjährigen und drückte mit seiner Hand an dessen Hals zu. Das Opfer konnte sich jedoch schnell aus dem Griff befreien. Kurz darauf wollte der Angeklagte noch einen anderen Jungen schlagen, doch der konnte glücklicherweise ausweichen.

Aufgrund dieser grundlosen Gewalttaten bekam der bereits zehnfach vorbestrafte Miesbacher von Amtsrichter Schmid eine sechsmonatige Bewährungsstrafe aufgebrummt. Das entsprach auch dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. „Wenn Sie sich das nächste Mal provoziert fühlen“, gab der Direktor dem Angeklagten noch mit auf den Weg, „dann machen Sie doch einfach ein paar Liegestützen.“

hph

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