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Halbstundentakt: Ministerin macht Hoffnung

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Von: Sebastian Grauvogl

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Bayerische Oberlandbahn, Zug
Hoffnung für die Bahnfahrer: Der Halbstundentakt für das Oberland ist laut Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nicht vom Tisch. © Thomas Plettenberg

Landkreis - Das Thema Halbstundentakt und Elektrifizierung im Bahnverkehr im Oberland ist nicht vom Tisch. Das machte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Freitag deutlich.

Das ablehnende Schreiben des Innenministers zum Halbstundentakt und der Elektrifizierung des Bahnverkehrs im Oberland war ein Rückschlag. Doch es war auch ein fraktionsübergreifender Motivationsschub, am Thema dranzubleiben. Bekanntermaßen suchten Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan den Kontakt zur politischen Spitze des Innenministeriums. Bei einem Besuch in der Redaktion des Miesbacher Merkur berichtete Aigner gestern von „intensiven Gesprächen“, die inzwischen Hoffnung auf eine Lösung machen.

„Was in das Schreiben aus dem Innenministerium hineininterpretiert wurde, entspricht nicht ganz der Sache“, sagte Aigner. Bei zahlreichen Gesprächen sei deutlich geworden, dass noch bauliche und finanzielle Fragen zu klären seien. Allein aus technischer Sicht ließe sich das Projekt nicht von heute auf morgen umsetzen. Es gebe aber durchaus positive Signale. Diese will die Ministerin bei einem Treffen am 31. Oktober mit den Landräten von Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie einigen Bürgermeistern – darunter Josef Lechner aus Fischbachau und Olaf von Löwis aus Holzkirchen – überbringen und dort auch das weitere Vorgehen besprechen. An der Notwendigkeit des Halbstundentakts im Landkreis Miesbach zweifelt sie nicht. Vor allem auf dem Streckenast von Schliersee nach Bayrischzell sei die Nachfrage bei Pendlern und Ausflüglern groß – auch wegen der dort mangels Umgehungsstraßen angespannten Verkehrssituation.

Nicht nur der Halbstundentakt, sondern auch die Elektrifizierung des Bahnverkehrs ist für Aigner weiterhin ein Thema. Dass Oberleitungen nicht nur teuer, sondern auch für die Bevölkerung unattraktiv seien, habe sie zuletzt deutlich mitbekommen, scherzte Aigner mit Blick auf die Stromtrassen-Diskussion. „Die Begeisterung hält sich da erfahrungsgemäß in Grenzen.“ Eine Alternative zu oberirdischen Leitungen könnte die Wasserstofftechnik bieten.

Aigner berichtete, dass das Wirtschaftsministerium eine Machbarkeitsstudie zum Thema Wasserstoff-Loks am Helmholtz-Institut in Erlangen in Auftrag gegeben hat. Hier werde an der LOHC-Technik („Liquid Organic Hydrogen Carriers“) geforscht. Ein Verfahren, mit dem sich der Energieträger Wasserstoff in flüssiger Form speichern lässt. „Das ist wesentlich sicherer als ein explosives Gas“, erklärte Aigner. Die Züge wären damit tunneltauglich und würden der Bayerischen Oberlandbahn die Möglichkeit eröffnen, die S-Bahn-Stammstrecke in München zu nutzen.

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