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Hausarzt Dr. Meier als G7-Fachberater in Elmau

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G7-Gipfel, Arzt, Florian Meier
Der Miesbacher Haus- und Notarzt Florian Meier ist beim G7-Treffen in Elmau im Einsatz. © Andreas Leder/Archiv

Miesbach - Wenn die mächtigsten Politiker der Welt zum G7-Gipfel im Juni in Elmau zusammenkommen, ist auch ein Miesbacher dabei: Hausarzt Florian Meier wird als Fachberater dort sein.

Dr. Florian Meier ist wieder bei einem besonderen Ereignis dabei. 13 Monate, nachdem er im Mai 2014 als persönlicher Arzt Bundespräsident Joachim Gauck bei dessen Besuch in der Kreisstadt Miesbach begleitet hat, wartet nun der nächste – wenn man so will – politische Einsatz auf den Miesbacher Hausarzt: Beim G7-Gipfel am 7./8. Juni auf Schloss Elmau soll der Allgemeinmediziner als Fachberater im Vorfeld und vor Ort im Lagezentrum dafür sorgen, dass die medizinische Versorgung steht.

Medizinische Versorgung: Hochwasser-Logistik soll auf G7-Gipfel übertragen werden

Dass es kein gewöhnlicher Einsatz ist, zeigt sich im Gespräch mit Meier schnell. Etliche Fragen darf er nur allgemein beantworten – der Sicherheitsaspekt steht stets im Vordergrund. Der 40-jährige Chefarzt des Miesbacher Kreisverbands des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ist aber nicht wegen seiner Tätigkeit beim Gauck-Besuch mit dem G7-Gipfel betraut worden, wie er betont: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“ Vielmehr habe seine Position als stellvertretender BRK-Landesarzt, die er seit 2013 bekleidet, eine Rolle gespielt – und sein Wohnort im Oberland. „Der Weg von Miesbach rüber nach Garmisch-Partenkirchen ist nicht so weit. Da lag es nahe, dass ich es mache.“ Landesarzt Professor Peter Sefrin stamme aus Würzburg und der zweite Stellvertreter Dr. Erwin Ging aus Passau.

Meier unterstützt als Fachberater die Projektgruppe der bayerischen Hilfsorganisationen. Ziel ist es, die bestehenden Strukturen auf den Sonderfall G7 zuzuschneiden und zu ergänzen. „Wir haben ja Pläne, wie beispielsweise bei Hochwasser zu verfahren ist.“ Diese Logistik soll auf den Polit-Gipfel übertragen werden.

Dabei geht es nicht nur darum, alles zu tun, um die Gesundheit der Regierungs-Chefs zu gewährleisten. Auch das Drumherum – Einsatzkräfte, Demonstranten – will abgesichert sein. Allein die Polizei wird mit 15.000 Beamten im Einsatz sein.

G7-Arzt Florian Meier bringt Praxis und Gipfel-Einsatz unter einen Hut

Für Meier bedeutet der G7-Einsatz schon jetzt jede Menge zusätzlicher Arbeit, die er vornehmlich telefonisch, am Feierabend und am Wochenende bewältigt – der Praxisbetrieb läuft weiter. Jedoch kann es durchaus sein, dass der Arzt kurzfristig das Haus verlassen muss. Für seine Patienten nichts Neues. „Durch meine Arbeit als Leitender Notarzt sind sie das gewohnt: Wenn der Piepser geht, bin ich weg.“

Die Arbeit als Notarzt will Meier nicht missen, bringt sie doch eine gewisse Abwechslung mit sich. „Man weiß nie, was einen erwartet“, sagt der 40-Jährige. In der Praxis habe man Zeit, beim Rettungseinsatz müsse man aber schnell reagieren. Ähnlich ist es bei Bereitschaftsdiensten wie dem G7. „Eine gewisse Anspannung ist schon da“, sagt der Mediziner mit Blick auf die Ausschreitungen am Rande der EZB-Eröffnung in Frankfurt. Umso mehr zählt die Vorbereitung. „Wir haben noch drei Wochen. Jetzt geht es um die Feinarbeit.“

Dieter Dorby

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