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Rundfahrt mit Stopps an der Ladesäule

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Startpunkt Marktplatz: Die Sternfahrt mit Elektrofahrzeugen durchs Oberland begann in Miesbach.  Foto: Thomas Plettenberg
Startpunkt Marktplatz: Die Sternfahrt mit Elektrofahrzeugen durchs Oberland begann in Miesbach. © tp

Miesbach - E-Mobilität erlebbar machen: Das will die Energiewende Oberland gemeinsam mit der eRUDA erreichen. Die dritte Elektromobilitäts-Sternfahrt startete jetzt zum ersten Mal in Miesbach.

Viele Menschen haben noch keine Bekanntschaft mit der Elektromobilität gemacht. Das wollen die Energiewende Oberland (EWO) und die eRUDA (elektrisch rund um den Ammersee) ändern. Am Samstag veranstalteten sie die nun schon dritte Elektromobilitäts-Sternfahrt durchs Oberland. Zum ersten Mal startete der E-Konvoi der EWO mit 13 Teilnehmern in Miesbach auf dem Marktplatz. Von dort aus ging es weiter nach Greiling, Penzberg, Weilheim, Starnberg und Bad Tölz. In Weilheim traf der Tross auf die rund 140 eRUDA-Teilnehmer, die die Strecke von Fürstenfeldbruck über Inning nach Weilheim, Starnberg und wieder zurück bestritten.

„Die Idee hinter der Sternfahrt ist, dass E-Mobilität einen Beitrag dazu leisten kann, sich CO2-neutral fortbewegen zu können“, erklärt Stefan Drexlmeier, EWO-Geschäftsstellenleiter in Penzberg. Bis zum Jahr 2035 will es die EWO bekanntlich schaffen, unabhängig von fossilen Energieträgern zu sein. Der Verkehr sei noch zu 98 Prozent fossil, Strom und Wärme allerdings nur zu etwa 80 bis 85 Prozent.

Drexlmaier selbst ist davon überzeugt, dass die Zukunft auf E-Mobilität basieren wird. „Es ist einfach schön zu sehen, dass bei jedem Teilnehmer ein Feuer brennt“, sagt Drexlmeier erfreut. Es sei ein großes Ziel der EWO, dass sich immer mehr Menschen dafür entscheiden, elektrisch zu fahren. In Penzberg beispielsweise warteten etwa 100 Leute auf den Tross, um sich bei den Fahrern über deren E-Autos zu informieren. Das Interesse ist also groß. „Man kann sich ja zunächst ein E-Auto als Zweitwagen zulegen“, rät der Geschäftsstellenleiter.

Zumal es heute problemlos möglich ist, sein E-Auto in der eigenen Garage aufzuladen. Doch auch unterwegs stehen – mitunter sogar kostenlose – Ladestationen, an die man seinen Wagen anstecken kann. „In Wolfratshausen zum Beispiel gibt es fast schon mehr Säulen als Autos“, fügt EWO-Vorsitzender Josef Kellner lachend hinzu. Sogar eine Handy-App namens „e-kwh“ ist bereits auf dem Markt. Dabei wählt man in der App die Ladesäule aus, an der man sich gerade befindet, bekommt eine SMS von einer Service-Nummer geschickt, und dann kann man sein Elektroauto für einen geringen Betrag ganz einfach per Smartphone aufladen. „Ich hab’s in Bad Tölz selber ausprobiert und es funktioniert wirklich einwandfrei“, berichtet Drexlmeier.

Während der etwa 160 Kilometer langen Strecke tankten die Sternfahrt-Teilnehmer zu Beginn eine halbe Stunde in Miesbach, eine halbe Stunde in Penzberg und eine Stunde und 15 Minuten in Starnberg. „Es war eine sehr schöne Fahrt und wir sind rundum zufrieden, dass alles reibungslos abgelaufen ist“, zieht Drexlmeier ein sehr positives Fazit.

Beim Zwischenstopp auf dem Flugplatz in Greiling wurde den Fahrern die Elektromobilität in der Luft vorgeführt. Drei ultraleichte Flugzeuge stiegen gen Himmel. Drexlmeier zeigt sich begeistert: „Auch die hat man genau wie die Autos kaum gehört.“

Philip Hamm

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