Kripo startet Zeugenvernehmung

Betriebsunfall am Landratsamt: Das sagt ein Sprengstoffexperte

Miesbach - Der schwere Betriebsunfall am Landratsamt Miesbach wirft auch zwei Tage nach Bekanntwerden noch viele Fragen auf. Wir haben bei einem Sprengstoff-Experten nachgefragt.

Bereits am 28. Juli hat sich eine 37-Jährige Mitarbeiterin des Landratsamts beim Vernichten eines stark brennbaren Stoffs Verbrennungen im Gesicht und an den Armen zugezogen. Laut Polizei waren neben der Geschädigten auch deren Vorgesetzter und zwei weitere Mitarbeiterinnen am Unfallort. Sie alle werden in den kommenden Tagen von der Kripo vernommen. Dabei geht es laut Präsidiumssprecher Andreas Guske auch um die Art des Stoffs.

Landratsamtssprecher Gerhard Brandl nach hat es sich dabei um Nitrozellulose gehandelt. In Pulverform ein anwenderfreundliches, relativ ungefährliches Material, erklärt der Fischbachauer Pyrotechniker Peter König auf Anfrage unserer Zeitung. Nitro-Pulver sei weder schlagempfindlich, noch massenexplosiv.

Berechtigte Privatpersonen dürften in einem unbewohnten Nebengebäude bis zu fünf Kilogramm Nitro-Pulver lagern – ganz im Gegensatz zu Schwarzpulver, wo nur ein Kilo erlaubt ist. „Das ist eine andere Hausnummer“, sagt der Pyrotechniker. Nitro-Pulver sei dagegen eigentlich gar kein Sprengstoff. Daher könne es bei der Vernichtung in kleinen Mengen ohne Risiko abgebrannt werden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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