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Wo wird gedreht? Eine Karte der SMG und ATS informiert über die Dreh-Orte der Stars.

Kinofreunde aufgepasst:

Hier gibt's eine Karte über alle Filmdrehs im Landkreis

Fischbachau – Mit der Filmregion Tegernsee-Schliersee soll der Landkreis auf Fernsehern und im Kino ganz groß rauskommen. Das ist der Plan der Touristiker. Und so funktionierts:

Dass der Kreis Miesbach zu den schönsten Regionen Deutschlands gehört, gilt zumindest in der Region selbst als unbestritten. Und bekannte Filmemacher wie etwa der Haushamer Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot“) haben den Landkreis mit seinem charmanten Ambiente und der zauberhaften Landschaft als Kulisse für ihre Filme gewählt. Grund genug für das kommunale Tourismus-Unternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) und die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG), dieses Potenzial professionell aufzugreifen. Sie haben daher die Filmregion Tegernsee Schliersee ins Leben gerufen. Bei einem Pressegespräch im Café Winklstüberl in Fischbachau stellten die beiden Organisationen ihr Konzept vor.

Die Ortswahl war kein Zufall. „Hier ist ein perfekter Platz für das Gespräch“, sagte ATS-Vorstand Harald Gmeiner. Denn schließlich wird das Café von einer „Film-Ikone der Region“ geleitet. So nennt Gmeiner Thekla Mairhofer, die unter anderem in der Fernsehserie „Café Meineid“ mitwirkte. „Ich selbst hab’ hier in der Region leider selten gedreht“, erzählt die Wirtin und Schauspielerin.

Mit der Aufgabe, Filmschaffende künftig häufiger für Filme, TV-Beiträge und Serien in den Kreis Miesbach zu holen, hat die SMG Patrick Diel betraut. Er hat just über dieses Thema seine Bachelor-Arbeit verfasst. Diel erklärt: „Die Idee ist, dass hier ein großes Potenzial besteht, um Filme zu drehen.“ 

Gemeinsamer Internetauftritt als Werbeplattform

Mit einem Internet-Auftritt wollen es ATS und SMG nun gemeinsam schaffen, Filmschaffende sowie Filmliebhaber in die Region zu holen. Auf der Website www.filmregion-tegernsee-schliersee.de werden beide Interessengruppen bedient. So zeigt ein Karte, wo welche Filme gedreht wurden – bekannt sind zum Beispiel „Die Scheinheiligen“ (Irschenberg) oder „Ein Bayer auf Rügen“ (Schliersee) –, und Filmteams können sich über mögliche Kulissen für neue Streifen informieren. Und hier geht's direkt zur Karte.

Der Werbeeffekt, der von Film- und Fernsehproduktionen ausgeht, kann kaum überschätzt werden. Dies weiß SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid noch aus seiner Zeit in Bad Tölz. „Da wurde ich oft von Touristen angesprochen, die wissen wollten, wo welches Haus aus ,Der Bulle von Tölz‘ steht“, erzählt Schmid. Die Serien-Fans wurden busseweise in die Kurstadt gekarrt.

Neben der Bergkulisse sind es auch Orte mit besonderer Ausstrahlung, die bei Filmschaffenden gesucht sind, erklärt SMG-Regionalmanager Florian Brunner. Deshalb sei der Kreis Miesbach prädestiniert, sich als Filmregion zu positionieren. Die Tankstelle im Stil der 1950er-Jahre im Gmunder Ortsteil Gasse, der Waitzinger Keller in Miesbach oder der Hasenöhrl-Hof in Bayrischzell beispielsweise seien ideale Schauplätze, um dort Filme zu produzieren.

Das wiederum werde schon umfangreich getan, berichtet Anja Metzger, Leiterin des Filmfernsehfonds (FFF) Bayern: „Es wäre großes Kino, wenn man aus dieser Region eine echte Filmregion macht.“

Philip Hamm

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