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Mit der Neu-Eröffnung des Zipflwirts geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Eröffnungsfeier mit Festzug

Gasthof Zipflwirt: Wieder-Einweihung am 22. und 23. Oktober

Ein lange gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Am Samstag, 22. Oktober, und Sonntag, 23. Oktober, wurde der traditionsreiche Gasthof Zipflwirt im Ursprungtal bei Bayrischzell wieder eingeweiht. Ein Grund zum Feiern!

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten erstrahlt das Anwesen im alten Glanz. Das Haus wurde 1912 erbaut und 1956 im Stil der 50er Jahre umgebaut und „entstellt“. Der Rückbau jetzt war ein erheblicher Kraftaufwand und nur mit viel Herzblut zu schultern. Die Fassade sowie die Gaststuben wurden nach alten Fotografien wieder in den Erbauungszustand zurück versetzt. Dabei wurde sehr darauf geachtet, möglichst alles wieder wie damals herzustellen. Viele Dekorationsstücke, die aus dem Zipflwirt von einst stammen, sind an ihren alten Platz zurückgekehrt. 

Am 22. und 23. Oktober war die Bevölkerung herzlich eingeladen, die Einweihung des Zipflwirts mitzuerleben.

„Mein Urgroßvater Georg Bucher erbaute in Pioniersarbeit das Haus 1912 und gründete in langer zäher Arbeit die ehemals dazugehörige Landwirtschaft“, erzählt Albert Jupé, der das Anwesen 2014 erworben hat. Bucher war zugleich Berufsjäger beim Geheimrat Ernst Sachs (Fichtel und Sachs Motorenwerke). Eine glückliche Zeit für die Familie, die im Zweiten Weltkrieg ihr Ende fand. Drei Söhne blieben im Krieg. 1956 übergab er das Anwesen an seine Tochter, die es umbauen ließ. Seit dieser Zeit war der Zipflwirt ein Pachtbetrieb. Am Ende stand das Haus mehrere Jahre leer, „seelenlos und absolut herunter gekommen“, findet Jupé. Dabei sei es doch der sehnlichste Wunsch Georg Buchers gewesen, dass sich jemand aus der Familie seines Lebenswerkes annehmen möge, um es weiterzuführen.

Gleich nach dem Kauf begann Jupé mit der Renovierung. Im Erdgeschoß befinden sich die Gasträume, zwei alte Gaststuben mit Kachelöfen und einem Stüberl im ehemaligen Stall. Rund 100 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Historische Lampen, Dielenböden, Wandvertäfelungen, alte Tische und Stühle aus den 20er Jahren, Mosaik-Zementfliesen und Türen wie einst verbreiten eine Atmosphäre aus der guten alten Zeit. Die Küche wird gut-bürgerlich-bayrisch ausgerichtet sein. „Eine überschaubare Karte, die Wert auf Qualität und überwiegend heimische Produkte legt und die saisonalen Wünsche der Wanderer oder Langläufer berücksichtigt“, kündigt der Inhaber an.

Jupé hat seinen Platz überwiegend hinterm Tresen gefunden, Tegernseer Bier und Weißbier vom Hopf ausgeschenkt und dafür gesorgt, dass sich die Gäste wohl fühlen und dass der Laden läuft. Die Töchter, Madeleine (20) und Jennifer (18) freuen sich, dem Vater am Wochenende zur Seite zu stehen.

Inhaber Albert Jupé.

GR

Gasthof Zipflwirt: Impressionen

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