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Behördliche Warnung: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor ergiebigem Dauerregen bis Donnerstagabend.

Am Rand der Berge soll es besonders viel Regen geben

Landkreis: Behörde warnt vor ergiebigem Dauerregen

Landkreis Miesbach - Nach dem Badewetter im Landkreis kam der Wettersturz. Und der hat es in sich. Der Wetterdienst warnte vor Hagel und Dauerregen - und behält recht. Die Schäden.

+++ Aktualisierung 13. Juli, 16 Uhr +++

Am Dienstagabend: Schon gegen 16.30 Uhr ist es auf den Straßen im Landkreis, hier beim Müller am Baum Stockfinster.

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung erneuert: Für die Nacht auf Donnerstag und den Donnerstag selbst bis 17 Uhr warnt er vor anhaltendem ergiebigem Dauerregen. In Staulagen - also vor den Bergen rund um Tegernsee, Schliersee und Leitzachtal - rechnet der Wetterdienst mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter. Das ist besonders kritisch, da der Boden durch die vorangegangenen Unwetter kaum mehr Flüssigkeit aufnehmen kann.

Im nördlichen Landkreis warnt der Wetterdienst vor 30 bis 45 Litern pro Quadratmeter. Erst gegen Donnerstagabend soll sich die Lage wieder beruhigen.

+++ Aktualisierung 12. Juli, 14 Uhr +++

Auch wenn die Nacht vergleichsweise ruhig war, ist die Unwettergefahr im Landkreis noch nicht gebannt.Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst vor ergiebigem Dauerregen. Bis Mittwoch um 10 Uhr sollen zwischen 35 und 60 Liter pro Quadratmeter vom Himmel fallen, in Staulagen auch bis zu 80 Liter. Zugleich kann die Schneefallgrenze kurzzeitig auf 1500 Meter Höhe sinken. Inzwischen stehen die genauen Schäden ebenfalls fest. Und es ist schlimm.

+++ Aktualisierung 18.20 Uhr +++

Auch am Schliersee hat es kräftig gehagelt. In Internet-Foren sprechen Wettermelder von Korngrößen bis zu vier Zentimeter. Vor allem Neuhaus und den südlichen Bereich des Schliersee hat es offenbar getroffen. Schadensmeldungen liegen uns bislang noch nicht vor. 

Noch ist die Unwettergefahr nicht gebannt. Auf dem Wetterradar zeichnen sich bereits die nächsten kräftigen Schauer ab. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung für den Landkreis Miesbach bis 20 Uhr verlängert. Ab der Nacht soll sich dann auch noch ergiebiger Dauerregen einstellen.

+++ Aktualisierung 17.43 Uhr +++

Das sind die Schäden am Tegernsee: Ein kurzes, aber heftiges Unwetter ist am Montagnachmittag über dem Tegernseer Tal niedergegangen. Vor allem in Tegernsee und Bad Wiessee sorgten erst Regen und dann dicke Hagelkörner innerhalb weniger Minuten für überflutete Straßen und weiße Wiesen mitten im Sommer „Die Gullys konnten die plötzlichen Wassermassen nicht mehr fassen“, sagt der Wiesseer Feuerwehr-Kommandant Christian Stiglmeier. 

Vermischt mit den Blättern, die der Hagel von den Bäumen fegte, verstopfte das Wasser die Abflüsse. Mit 15 Mann und drei Fahrzeugen musste die Wehr zum Lindenplatz und zur Sanktjohanserstraße ausrücken. 

In Tegernsee wurde Kommandant Wolfgang Winkler mit drei Mann zur Orthopädischen Klinik gerufen. Dort musste ein Dachfenster abgedichtet werden. Gmund blieb von Einsätzen verschont, ebenso Rottach-Egern und Kreuth.

Auch die Hoteliers haben's abbekommen. Zum Beispiel Simone Schnorr vom Landhaus am Stein: „Die Hagelkörner waren Golfballgroß.“ An einigen Gäste-Autos sei der Lack abgeplatzt, außerdem zerstörte der Hagel alle Blumen. Der Schauer am Nachmittag dauerte vielleicht zehn Minuten, dann war wieder Ruhe.

+++ Aktualisierung 16.51 Uhr +++

Die ersten Gewitter haben den Landkreis passiert. Die Lage hat sich erstmal wieder beruhigt. Doch der Deutsche Wetterdienst gibt noch keine Entwarnung. Die nächsten Unwetter ziehen bereits von Westen her auf. Gegen Abend sollten sie den Landkreis erreichen. 

+++ Aktualisierung 15.25 +++

Weltuntergangsstimmung in Tegernsee

In Tegernsee hat es vor etwa 20 Minuten angefangen. Ein richtig krasser Hagelschauer donnert gerade runter. Auch in Miesbach legt das Gewitter gerade los - aber wesentlich leiser noch als die Weltuntergangsstimmung am See.

+++ Aktualisierung 15 Uhr +++

Über dem Allgäu haben sich nun die ersten kräftigen Gewitter gebildet. Sie ziehen flott in Richtung Osten. Für den Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat der DWD bereits eine Unwetterwarnung vor Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter, Sturmböen bis 100 Stundenkilometer und Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter herausgegeben. Auch für den Landkreis Miesbach gilt eine Warnung vor starkem Gewitter

Wetterküche brodelt

Wolkenloser Himmel, Temperaturen über 30 Grad und eine herannahende Kaltfront. Perfekte Bedingungen, um die Wetterküche über dem Landkreis ordentlich durchzumischen. Die möglichen Folgen: Hagel, Sturmböen und Platzregen. Eine entsprechende Vorabinformation hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits am Morgen herausgegeben.

Damit nicht genug. Ab der Nacht soll sich auch noch Dauerregen einstellen. "Dabei können bis Mittwochmittag Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen", schreibt der Wetterdienst. 

Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, wird der DWD entsprechende Unwetterwarnungen herausgeben. Wie immer bei solchen Lagen ist erst kurz vor dem Ereignis abzuschätzen, wo und wann es tatsächlich zur Sache geht. Oft machen schon wenige Kilometer den Unterschied aus. Unser Tipp: Behalten Sie den Himmel im Auge. 

Lesen Sie hier: Unwettergefahr mit Gewittern, Dauerregen und sogar Schnee in Bayern.

sg/gr/kmm/mäc

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