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Auf Zack ist eine Mitarbeiterin in der Ausländer-Abteilung des Landratsamts.

Mit falscher Identität im Landratsamt 

Asylbewerber versucht an Geld für "Bruder" zu kommen

Miesbach - Ein Asylbewerber aus Schwarzafrika beantragt eine Auszahlung im Landratsamt Miesbach. So weit so gut. Nur gab er dabei eine falsche Identität an. 

Dabei hatte er allerdings nicht mit dem guten Blick für Gesichter der Miesbacher Mitarbeiterin gerechnet. Die konnte sich nämlich sehr wohl an den Asylbewerber erinnern, unter dessen Namen der Antragsteller Geld abholen wollte, berichtet das Landratsamt Miesbach in einer Pressemitteilung. Aber offenbar war der Afrikaner sehr überzeugt davon, dass Europäer Schwarze doch sowieso kaum auseinanderhalten konnten. 

Denn als die Mitarbeiterin ihn mit ihrem Verdacht konfrontierte, erklärte dieser, einfach eine andere Frisur zu haben. Ferner habe er sich einen Bart wachsen lassen. Die Mitarbeiterin ließ sich davon nicht verunsichern. Schließlich sprach jener Antragsteller fließend Englisch - ganz im Gegensatz zu dem Mann, dessen Identität er verwendete.

Daraufhin änderte der Afrikaner seine Taktik und behauptete, der Bruder des anderen Asylbewerbers zu sein und in Landshut zu wohnen und für ihn das Geld in Vertretung abholen wollte. Aber auch dafür hatte der Asylbewerber keine Vollmacht. Die Mitarbeiterin verständigte die Polizei.

Gegenüber den Beamten hat der Asylbewerber laut Landratsamt dann kleinlaut zugegeben, dass der andere nicht sein richtiger Bruder sei, sondern sein "frère" im afrikanischen Sinne. 

Um sein Vorhaben zu beweisen, rief der beschuldigte Asylbewerber seinen "Bruder" auf dem Handy an, bestätigt  Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamts, auf Nachfrage. Der "echte" Miesbacher Asylbewerber bat am Telefon darum, das Geld an den Afrikaner vor Ort auszuzahlen, da er selbst sich in Köln befinde und nicht persönlich erscheinen könne.

So einfach geht's dann aber auch nicht. Asylbewerber haben bekanntermaßen Residenzpflicht, dürfen ohne Genehmigung den Regierungsbezirk nicht verlassen, schon gar nicht einfach nach Köln fahren. Der Mann muss nun selbst in Miesbach vorstellig werden und seine Identität nachweisen. Das Landratsamt hat den anderen Asylbewerber aus Landshut bei der Polizei angezeigt.

kmm

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