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Neue Wirkungsstätte: Haushams Pfarrer Michael Mannhardt kümmert sich bis auf Weiteres auch um die Miesbacher Stadtpfarrkiche.

Michael Mannhardt im Interview

Haushams Pfarrer im Interview: So bereitet er sich auf Miesbach vor

Miesbach/Hausham - Haushams Pfarrer Michael Mannhardt wird bis auf Weiteres auch den Pfarrverband Miesbach-Parsberg leiten. Im Interview berichtet er, wie er sich auf die Zusatzaufgaben vorbereitet.

Neuland betreten die Pfarrverbände Hausham-Agatharied und Miesbach-Parsberg in den kommenden Monaten. Gezwungenermaßen. Weil das Erzbischöfliche Ordinariat keinen Nachfolger für Stadtpfarrer Stefan Füger gefunden hat, wird Haushams Pfarrer Michael Mannhardt übergangsweise Miesbach und Parsberg übernehmen. Was das für die Gläubigen, aber auch für ihn persönlich bedeutet, erklärt der 43-Jährige im Gespräch.

Herr Mannhardt, ab sofort sind sie für zwei Pfarrverbände gleichzeitig zuständig. Eine Doppelbelastung oder eher eine neue Herausforderung?

Mannhardt: Auf jeden Fall ein Perspektivenwechsel. Nicht nur für mich, sondern genauso für die Mitarbeiter in den Pfarreien – und letztlich auch für die Gläubigen. Ich war schon immer der Auffassung, dass das Gemeindeleben vor Ort nicht nur von der Anwesenheit des Pfarrers abhängig sein sollte. Die kommenden Monate werden ein Testlauf, wie das in der Praxis funktioniert. In einem bin ich mir aber sicher: Jede Krise birgt auch eine Chance.

Wie unerwartet hat Sie diese „Krise“ denn getroffen?

Mannhardt: Das war weder überraschend, noch eine Art Schicksalsschlag. Mir wurde ja nichts übergestülpt. Vielmehr hat mich das Personalreferat am Erzbischöflichen Ordinariat gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte. Ich habe ehrlich gesagt auch damit gerechnet. Es hat sich ja schon länger abgezeichnet, dass Miesbach vorerst ohne eigenen Pfarrer bleiben wird. In solchen Situationen ist es üblich, dass das Ordinariat zuerst bei den Nachbarpfarreien anklopft.

Sie haben also sofort zugesagt?

Mannhardt: Nein. Ich wollte erst mal eine Nacht drüber schlafen. Ich bin ja mit Hausham und Agatharied eigentlich voll ausgelastet. Um mir alles in Ruhe zu überlegen, bin ich alleine in die Berge gegangen. Der Blick ins Tal hat mir geholfen, mich in die Not des Miesbacher Pfarrverbands einzufühlen. Ich habe mir aber auch klar gemacht, dass sich vieles verändern wird.

Inwiefern?

Mannhardt: Weil einige Dinge liegenbleiben werden. Meine Arbeitszeit verdoppelt sich ja nicht, und in beiden Pfarrverbänden gleichzeitig kann ich nun mal nicht sein. Mir ist durchaus bewusst, dass ich damit auch manche Leute enttäuschen werde. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir das alles hinbekommen. Ich habe in Hausham und Miesbach jeweils ein kompetentes Seelsorgeteam, dem ich vieles anvertrauen kann. Auch wenn mein Schwerpunkt laut Dienstanweisung in Hausham liegt, werde ich in Miesbach im Pfarrbüro immer wieder präsent sein. Dank unserer wöchentlichen Dienstbesprechung bin ich ohnehin stets im Bilde.

Wie gut kennen Sie denn den Pfarrverband Miesbach?

Mannhardt: Dank meiner Aufgaben als Stellvertretender Dekan und Nachbarpfarrer relativ gut. Ich lasse mich auch jetzt schon mit weiteren Infos füttern, sodass der Start möglichst reibungslos verläuft. Demnächst stehen die Gespräche mit Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung an. Den Gläubigen werde ich mich bei den Gottesdiensten am Sonntag, 18. September, vorstellen. Um 9 Uhr in Miesbach und um 10.30 Uhr in Parsberg.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Wo werden Sie wann predigen?

Mannhardt: Das kann ich so pauschal nicht sagen. Wir müssen flexibel reagieren. Unsere Ruhestandspfarrer sind mehr gefragt denn je – auch in Hausham. Bis Weihnachten ist der Zeitplan aber in trockenen Tüchern. An den Festtagen wird es eine salomonische Lösung geben. Es sollen ja alle was von mir haben.

sg

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