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Thema im Ausschuss: Der CSU-Plan (l.) sieht eine Einbahnregelung für Marktplatz und Marktwinkel vor. Zwölf Kurzzeitparkplätze sollen erhalten bleiben. Eine Variante sieht auch eine Tiefgarage mit Ein- und Ausfahrt beim Buch am Markt vor.

Die Bürgermeisterin wollte das Gremium eigentlich aussetzen

Nach Eklat im Stadtrat: Stadtentwicklungsausschuss tagt wieder

Miesbach – Zuletzt war der Stadtentwicklungsausschuss mehr selbst ein Thema, als dass dort Themen diskutiert und Ideen geschmiedet worden wären. Am Donnerstag tagt er wieder.

Nun steigt das Gremium mit der Sitzung am Donnerstag nach monatelanger Pause wieder in eine inhaltliche Debatte ein. Beginn ist um 18 Uhr im großen Sitzungssaal.

Es ist heuer erst die zweite Sitzung des Gremiums, in dem neben Mitgliedern des Stadtrats auch Vertreter des Gewerbeverbands GWM, der beiden Stammtische Marktplatz und Fraunhoferstraße sowie der Initiative Marktplatz vertreten sind. Im April hatte man sich das erste und bislang einzige Mal getroffen. Zentrales Thema war damals der Abschlussbericht von Citymanager Schorsch Danner. Weitere Sitzungen hatte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) bis zur Sommerpause nicht angesetzt – der Termindruck sei zu eng, hieß es damals.

Doch auch nach den großen Ferien blieb der Stadtentwicklungsausschuss auf Eis gelegt und sollte es bis auf Weiteres auch bleiben. Wie berichtet, hatte Pongratz in der September-Sitzung des Stadtrats überraschend und zum Unverständnis der Stadträte die vorläufige Aussetzung des Stadtentwicklungsausschusses bekannt gegeben und dies mit dem Mangel an Themen begründet.

Heftige Proteste aus allen Fraktionen waren die Folge. „Für mich wirkt das so, als ob die Stadt das Projekt bewusst ruhen lässt“, monierte beispielsweise Astrid Güldner (Grüne). Und Dirk Thelemann (CSU) fragte lapidar: „Hab’ ich da was verpasst?“ Wir kommentierten die Entscheidung auf merkur.de.

Nun aber ist der Stadtentwicklungsausschuss zurück.

Auf der Tagesordnung steht als wohl spannendstes Thema der Vorschlag der CSU, wie sie den Marktplatz künftig attraktiver machen will. Im April war der CSU-Plan bereits in unserer Zeitung vorgestellt worden – eine Diskussion im Stadtrat oder im Stadtentwicklungsausschuss hatte es aber nicht gegeben.

Beide Varianten – einmal mit, einmal ohne Tiefgarage – hat die Fraktion zusammen mit dem Parsberger Architekten Joachim Staudinger auf Basis eines Plans aus den 1990er-Jahren ausgearbeitet. Durch eine Einbahnstraße – Einfahrt auf Höhe Buch am Markt, Ausfahrt über die Fraunhoferstraße – will die CSU das Kreiseln bei der Parkplatzsuche unterbinden. 

Auch die Westseite des Marktplatzes bleibt befahrbar. Zudem soll es zwölf oberirdische Kurzzeitparkplätze geben. Entscheidende Bedingung hierbei ist jedoch: Am Marktplatz wird erst gebaut, wenn an anderer Stelle zentrumsnahe Parkplätze geschaffen wurden. Dem gegenüber steht der Vorschlag der SPD und der Initiative Marktplatz, der im Kern den Verkehr auf eine Einbahnstraße mit beidseitigen Parkplätzen auf der Westseite des Marktplatzes vorsieht. Beide Ansätze sollen nun in der Sitzung verglichen werden.

Interessant dürfte auch der Bericht von Manfred Burger werden. Der Grünen-Stadtrat gibt im Ausschuss einen Überblick über die Arbeit des Arbeitskreises Radverkehr. Der war zuletzt im Zuge der vom ADFC gespendeten Fahrradständer in den Mittelpunkt gerückt. Komplettiert wird die Tagesordnung durch das Thema Blumenschmuck im Stadtgebiet. Aufgrund des Sparzwangs musste die Stadt ihre Ausgaben hier deutlich verringern.

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