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Hinter dem Baum sind Fußgänger unter Umständen schlecht erkennbar. Für den Bau eines Zebrastreifens an dieser Stelle müsste das Grün weichen.

Neuer Zebrastreifen

Baum weg für die Verkehrssicherheit

Miesbach - Der geplante Zebrastreifen am Waitzinger Keller erfordert die Fällung von mindestens einem Baum. Sonst wäre das Sichtfeld der Autofahrer eingeschränkt und Passanten gefährdet.

Um den geplanten Fußgängerüberweg an der Schlierseer Straße auf Höhe des Kulturzentrums Waitzinger Kellers in Miesbach realisieren zu können, muss zumindest einer der beiden Bäume an der Einmündung der Carl-Fohr-Straße gefällt werden. Das ist der aktuelle Stand, der im Bauausschuss diskutiert wurde. Von Polizei und Landratsamt war im Vorfeld kritisiert worden, dass der geplante Zebrastreifen – aus südlicher Richtung kommend – hinter den beiden Bäumen beginnt. Passanten, die dort stehen, könnten im Schatten der Bäume vom Autofahrer erst spät wahrgenommen werden. Um das Sichtfeld zu verbessern, bleibt laut der Experten nur eine Möglichkeit: die Bäume zu fällen.

Da an dieser Stelle aber Tempo 30 gilt, reiche es aus, lediglich einen Baum zu opfern, gab Bauamtsleiter Lutz Breitwieser zu bedenken. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass der Fußgängerübergang an dieser Stelle eine höhere Priorität habe als ein Baum. „Menschenleben geht vor Baumleben“, sagte Franz Mayer (CSU). Auch Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) signalisierte in seiner Eigenschaft als Grünanlagenreferent Zustimmungsbereitschaft: „Einen Baum kann ich mir vorstellen, aber beide sind zu viel des Guten.“ Für Manfred Burger (Grüne) erschien diese Notwendigkeit nicht schlüssig: „Ich habe zwar keinen Führerschein, aber selbst ich weiß, dass man als Autofahrer jederzeit bremsbereit sein muss.“

Der Grund für die Fällung liegt laut Breitwieser in der geänderten Verkehrssituation vor Ort: „Zuvor mussten an dieser Stelle Autofahrer wie Fußgänger gleichermaßen aufpassen. Ein Übergang gaukelt aus Sicht der Behörden dem Fußgänger jedoch eine Sicherheit vor, die durch den Baum nicht gegeben ist.“ Eine Alternative wäre es, den Fußweg zu verlängern, doch diese etwa 30 000 Euro teure Variante hatte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) eingangs bereits als zu teuer ausgeschlossen. Bis zur nächsten Sitzung soll noch mal mit Polizei und Landratsamt gesprochen werden, ob diese mit der Fällung nur eines Baumes einverstanden sind.

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