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Sieht zwar schön aus, ist aber kaputt: die Turnhalle der Realschule.

Berufsschulturnhalle: Streit um Kosten - und Zukunft

Zum Schulanfang: Eine Turnhalle bleibt zu - die andere ist undicht

Miesbach - Mit der Herbst-Zeit beginnt die Schule - und auch für die Sportvereine die Turnhallen-Zeit. Da sieht es in Miesbach allerdings alles andere als rosig aus.

Besonders im Winter sind Sporthallen gefragt. Zwar ist die Halle in Miesbach nicht mehr mit Asylbewerbern belegt. Rosig sieht die Situation aber nicht aus. Zumal die neue Halle der Realschule auch noch einen Wasserschaden hat.

Nach der Belegung der Miesbacher Berufsschulhalle mit Asylbewerbern ist Sporttreiben immer noch nicht möglich. Die Schäden sind zu groß. Und die Regierung von Oberbayern will nur für das aufkommen, das nachweislich die Asylbewerber verursacht haben. Landkreis-Sportreferentin Sabine Wittmann hat dafür kein Verständnis. „Wenn 300 Leute in einer Zweifachhalle leben, dann duscht da jeder bis zu zweimal am Tag“, sagt sie. Kein Wunder, wenn die Lüftungsanlagen damit überfordert sind und die Wände feucht bleiben. Zumal die Anlage in der Miesbacher Halle zwar regelmäßig gewartet, seit 30 Jahren aber nicht mehr gereinigt wurde.

Das wollte die Stadt Miesbach jetzt in Angriff nehmen. Solche Arbeiten aber nachweislich auf die Asylbewerber zurückzuführen, ist nicht möglich. Und die Kosten für die Reinigung der Lüftung sind hoch. „Das wurde jetzt erst einmal alles gestoppt und neu ausgeschrieben“, sagt Wittmann.

Aber wie viel Sinn hat es, die Turnhalle zu renovieren, wenn dann wieder 300 Asylbewerber dort wohnen? Derzeit sieht es zwar nicht danach aus. Aber freigegeben hat die Regierung von Oberbayern die Miesbacher Berufsschulhalle, die als Notaufnahmehalle dient, noch nicht. Zudem will die Regierung die Traglufthallen abbauen lassen. „Und wo sollen all die Menschen dann aufgefangen werden?“, fragt sich Wittmann. Über die Beschlüsse von oben kann die Sportreferentin nur den Kopf schütteln. „Wir brauchen unbedingt ein neues Konzept.“

Bis klar ist, wie es mit der Halle weitergeht, werden die Sportvereine weiter so verteilt wie im vergangenen Winter. Zurückstecken müsse keiner. „Wir haben jeden Wunsch erfüllt“, sagt Wittmann. Veranstaltungen, die normalerweise in der Berufsschulhalle stattfinden, finden meist im Gymnasium statt.

Denn auch mit der Realschulhalle gibt’s ein Problem. Schon im Juni wurde in der Halle, die vor gut zwei Jahren erbaut worden ist, ein Wasserschaden festgestellt. „Wir können die Halle nutzen, über den Sommer wurde sie getrocknet“, erzählt Wittmann. Lange war nicht klar, woher das Wasser kommt. Gerhard Brandl, Pressesprecher des Landratsamts, berichtet, dass die Ursache erst Ende August gefunden worden war. Schuld war eine defekte Duscharmatur, ein Fehler vom Hersteller. Als die Stelle in etwa lokalisiert worden war, wurden die Fliesen in der Dusche abgeschlagen, um das Leck zu finden. Sport machen geht also, duschen aber nicht. Bis November soll es repariert sein.

nip

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