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Gerhard Polt startet Online-Serie: Mein Gfrett mit diesem Internetz

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Er grantelt wieder in Serie, diesmal auf seiner Internetseite: Kabarettist Gerhard Polt aus Neuhaus. © Thomas Plettenberg

„Auwehzwick 2.0“: Gerhard Polt (75) spricht mit uns trotz Urlaub im Interview über das Gfrett mit diesem Internetz - und seine neue Online-Reihe auf seiner eigenen Internetseite.

Neuhaus – Der neuen Homepage des Kabarettisten, Autors und Schauspielers Gerhard Polt aus Neuhaus, kurz und knapp polt.de, ist ein faszinierender, künstlerisch typisch Polt’scher Ausdruck zu eigen. Da finden User neben seiner Charakterkopf-Silhouette als Schattenriss wie weiland Goethe, einem Lamento über das Gfrett mit dem Internetz auch ein Film mit Gesprächsschnipseln, bei denen Gerhard Polt von Ereignissen berichtet, sie in aller Deutlichkeit und Direktheit und jenseits euphemistischer Begrifflichkeiten bewertet und sie in Bezug setzt mit dem (auch bayerischen) Empfinden. Harte Fakten statt alternative Wahrheiten. Und mit der Anmeldung zum Newsletter steht quasi plötzlich ein Miniatur-Polt persönlich vor einem. Im Urlaub in der Ferne hat sich der Kabarettist kurz Zeit genommen, ein paar Fragen zu beantworten.

Herr Polt, Sie sind nun drin im Internetz. Wie kommt es, dass Sie jetzt als bayerisches Urgestein das Gfrett mit dem Netz auf sich genommen haben?

Gerhard Polt: Einen Netzauftritt hab ich ja schon lang gehabt, aber der ist in die Jahre gekommen wie ich auch, und jetzt soll er so jung daher kommen wie ich mich fühle. Ganz nebenbei bin ich ja alt genug, um mich jung zu fühlen!

Das, was man bisher sieht, kommt sowohl authentisch „poltisch“, als auch von der technischen und grafischen Umsetzung her sehr innovativ rüber. Man hat den Eindruck, Sie haben einen Heidenspaß an der Sache. Haben Sie künstlerisch ein neues Medium für sich entdeckt?

Polt: Freilich ist es ein Spaß, sich was Neues zu überlegen, vor allem, wenn man so pfiffige Inspiratoren hat wie meinen Sohn und Daniel Wagner. Meine neue Netzpräsenz soll vor allem ein Geschenk an meine jungen Verehrer sein, die mir zuwachsen, obwohl ich ihr Opa sein könnte, dafür kann ich ihnen gar nicht sakrisch genug danken.

Sie kündigen da eine Serie an. Was hat es damit auf sich?

Polt: Die neue Serie von Kurzgeschichten ist so ein Geschenk und zeigt halt die schöne, nicht nur bayerische Tradition des Ratschens mit und über Nachbarn vornehmlich über Katastrophen, Belanglosigkeiten und Krankheiten. Ich hab die Serie ohne Manuskript erstellt, wie man halt so daherredet.

Die neue Reihe gibt‘s ab sofort auf Polts Homepage zu sehen. 

Alexandra Korimorth

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