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So könnte es aussehen: Eine Animation der Firma Sixtus zeigt, wie sich der geplante Firmenstandort in das Areal bei der „Gruppenschule“ einfügt.

Wahlkampf in Schliersee läuft auf Hochtouren

Bürgerentscheid zu Sixtus: Hier können Sie sich informieren

Schliersee - Vier Veranstaltungen in sieben Tagen: Gut zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid zur Sixtus-Ansiedlung am Schliersee gehen Gegner und Befürworter in die Vollen. Das sind die Termine.

Ein regelrechter Termin-Marathon steht den Schlierseern in den kommenden Tagen bevor. Wer alle Info-Veranstaltungen zum Thema Sixtus-Ansiedlung an der Seestraße besuchen möchte, ist gut beschäftigt. Während sich bis zum Wochenende die wohlbekannten Vertreter von Sixtus und die Organisatoren der Bürgerinitiative in der Vitalwelt quasi die Klinke in die Hand geben, tritt am Mittwoch, 28. September, erstmals auch der Gemeinderat als Initiator des Ratsbegehrens im Wahlkampf in Erscheinung.

Den Auftakt macht jedoch Sixtus mit einem Infoabend unter dem Motto „Mach Dir Dein Bild“ am Donnerstag, 22. September, um 19.30 Uhr. „Wir wollen die Leute weiterhin sachlich über unsere Pläne informieren“, sagt Sixtus-Geschäftsführerin Petra Reindl. Genau 24 Stunden später erklären die Vertreter des Bürgerbegehrens an selber Stelle, warum sich die Schlierseer am Sonntag, 9. Oktober, gegen die Ansiedlung entscheiden sollten. „Dabei wollen wir transportieren, dass wir nicht gegen Sixtus, sondern nur gegen den gewählten Standort sind“, erklärt Mitinitiatorin Gabi Scherer. Auch Fachexperten werden referieren. Wer dann noch nicht genug hat, kann sich am derzeitigen Firmensitz der Sixtus-Werke an der Haushamer Industriestraße bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 24. September, von 10 bis 16 Uhr selbst überzeugen, ob das Unternehmen an den Schliersee umziehen sollte.

Pflichttermin für alle, die an nur einem Abend beide Seiten erleben möchten, ist die Podiumsdiskussion am Mittwoch, 28. September, um 19.30 Uhr in der Vitalwelt. Hier werden auf Einladung der Gemeinde Vertreter von Sixtus, der Bürgerinitiative und auch Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer auf der Bühne Platz nehmen. Nach einem Gespräch unter der Leitung eines neutralen Moderators ist eine Diskussion vorgesehen.

„Eigentlich war geplant, dass sich alle diesem Termin anschließen“, erklärt Schliersees Geschäftsleiter Jörn Alkofer. Nur so sei der gleichberechtigte Austausch von Pro- und Kontra-Argumenten gewährleistet. Auch deshalb habe sich der Gemeinderat als Initiator des Ratsbegehrens bislang aus dem Wahlkampf herausgehalten. „Wir wollten nicht auch noch eigene Flyer oder Plakate drucken lassen“, betont Alkofer.

Über leere Briefkästen brauchten sich die Schlierseer in den vergangenen Wochen ohnehin nicht beschweren. Per Hauspost wurden sie nochmals von Sixtus und Bürgerinitiative informiert. Der Abschluss einer intensiven und bisweilen auch emotionalen Info-Schlacht (wir berichteten). Wirklich neue Argumente sind darin nicht mehr zu lesen. Beide Seiten spitzen ihre bekannten Punkte nochmals zu.

Die Sixtus-Gesellschafter Franz Kroha und Philipp Lahm geben ihr Wort, „alles in unseren Kräften Stehende zu tun, der Firma Sixtus weiter zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens arbeiten sich genau an diesen Thesen ab und warnen vor einer „Manipulation“ durch das Ratsbegehren. Dieses argumentiere mit Gemeindeentwicklungszielen, die aber nichts mit dem Bürgerentscheid und einer möglichen Ansiedlung von Sixtus zu tun hätten.

Zumindest in einem Punkt sind sich beide Seiten einig. Sie sind froh, wenn der Wahltag endlich gekommen ist. „Wir haben alles getan, was wir tun können“, sagt Reindl. Scherer hält das Mittel Bürgerentscheid in Schliersee ohnehin nicht für optimal. „Es bringt nichts, auf Dauer gegeneinander zu arbeiten.“ Was es brauche, sei ein langfristiges Entwicklungskonzept für die Gemeinde. „Und damit mehr Transparenz im Umgang mit Investoren.“

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