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Das Elektroboot brannte lichterloh. Die Wasserwacht schleppte es ab.

Kripo ermittelt zu Brandursache - neue Erkenntnisse

Boot auf Schliersee fackelt ab - doch kein technischer Defekt?

Schliersee - Die Rauchfahne war am Sonntagabend weit über den Schliersee hinaus sichtbar. Ein Elektroboot brannte lichterloh. Die Kripo ermittelt. Jetzt gibt's neue Erkenntnisse.

Update 30. August, 13 Uhr:

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Rosenheim rudert zurück. Die Ermittlungen zur Brandursache seien doch noch nicht abgeschlossen, sagt Sprecher Andreas Guske auf Nachfrage unserer Zeitung. "Da ist uns gestern eine falsche Information übermittelt worden." Zwar gehe die Kripo Miesbach momentan eher von einem technischen Defekt aus, trotzdem sei aber auch eine "fahrlässige Begehung" durch die Mieter des Boots nicht auszuschließen.

Update, 14.50 Uhr: 

Mittlerweile steht auch die Brandursache fest: Es handelte sich um einen technischen Defekt. Das hat eine Untersuchung des Wracks durch die Kriminalpolizei Miesbach ergeben. Über die Schadenshöhe konnte Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, keine genauen Angaben machen. Eines stehe aber fest: „Das Boot ist total hinüber.“

Die dreiköpfige Besatzung, die das Boot bei einem Schlierseer Verleih gemietet hatte, konnte sich laut Wasserwacht übrigens unverletzt auf die Insel Wörth retten.

Ursprünglicher Artikel, 9.10 Uhr:

Am Ufer wartete bereits die Feuerwehr zum Löschen.

Der Notruf ging am späten Sonntagnachmittag ein: Ein Boot stehe in Flammen, nahe der Insel Wörth. Die Feuerwehr Schliersee rückte mit mehreren Fahrzeugen an und ließ ihre zwei Boote mit jeweils drei Mann Besatzung zu Wasser. Die Wasserwacht hatte die Rauchsäule bereits vor dem Notruf entdeckt und war da bereits zu dem brennenden Wrack unterwegs. 

Und die fünfköpfige Besatzung überlegt nicht lange. Obwohl das Elektroboot bereits komplett in Flammen stand, schafften es die Wasserwachtler ein Abschleppseil am Rumpf zu befestigen und schleppten das Boot in Richtung Rixner Alm ans Ufer. Dort wartete bereits ein Löschfahrzeug der Feuerwehr, dass zeitgleich per Funk dorthin beordert wurde. So lobt die Feuerwehr Schliersee den Einsatz der Wasserwacht auf Facebook: 

"Vielen Dank für die schnelle Reaktion der Wasserwacht Ortsgruppe Schliersee. Super mitgedacht. Das Boot konnte dadurch schnell an das nahe gelegene Ufer geschleppt werden wo bereits ein Löschfahrzeug zum ablöschen bereit stand."

Die Feuerwehr konnte nach den Löscharbeiten die gefährliche Batteriesäure sichern und binden und so Umweltschäden vermeiden. Die Polizei Miesbach untersucht derzeit das Wrack. 

kmm/sg

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