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Vielversprechender Türöffner: Rechtsanwalt Dirk Thelemann erklärt den Unternehmern im Landkreis , wie sie über die Hans-Rudolf-Stiftung an junge Fachkräfte herankommen.

Mehr als Kopieren und Kaffeekochen

Stiftung will Studenten für Praktika anwerben

Schliersee - Um Fachkräfte in den Landkreis zu locken, reichen gute Argumente nicht aus. Frühzeitige Kontakte an die Unis müssen her. Die will der Miesbacher Dirk Thelemann über eine Stiftung schaffen.

Es ist ein Lebenslauf, bei dem so mancher Personaler im Landkreis vor Begeisterung feuchte Hände bekommt: Jahrgangsbeste in Molekularer Physik am Imperial College in London, viersprachig, musikalisch, sportlich und Initiatorin eines Altenhilfe-Projekts mit mehreren hundert Beteiligten. Doch wie groß ist wohl die Chance, dass sich diese Studentin in Holzkirchen, Miesbach oder Tegernsee bewirbt?

Gar nicht so gering, meint Dirk Thelemann. Zumindest, wenn man sich frühzeitig um sie bemüht. Genau das tut die Hans-Rudolf-Stiftung, die der Miesbacher seit 32 Jahren als Vorsitzender betreut. 150 Stipendiaten unterstützt die Stiftung aktuell mit 300 000 Euro pro Jahr. Bis auf 25 studieren alle an Münchner Universitäten. „Das ist ein großes Potenzial für Ihr Unternehmen“, warb Thelemann nun beim Frühschoppen des Unternehmerverbands Miesbach (UVM) auf der Insel Wörth im Schliersee.

Bei der Berufsberatung am Miesbacher Gymnasium ist der Rechtsanwalt mit dem Geschäftsführer der Standortmarketinggesellschaft Landkreis Miesbach (SMG), Alexander Schmid, ins Gespräch gekommen. Auch der ist daran interessiert, Absolventen in den Landkreis Miesbach zu locken. Ein Ziel, das der Stiftungsvorsitzende gerne unterstützen würde. Über Praktika oder Nebenjobs könnten die Firmen frühzeitig mit den Studenten in Kontakt kommen – ein unschätzbarer Vorteil wenn es darum geht, sie später auch hier zu halten.

Eines gibt es laut Thelemann aber zu beachten: Nur zum Kaffeekochen oder Kopieren wird keiner der zukünftigen Fachkräfte die Landeshauptstadt verlassen. „Es geht nicht darum, die Studenten mit irgendetwas zu beschäftigen“, betonte der Rechtsanwalt. Im Gegenteil: Die Bewerber seien durch die Bank hoch qualifiziert und würden eine hohe Sozialkompetenz aufweisen – und könnten sich damit in den Firmen als Ideengeber für neue Projekte erweisen. Thelemann: „Sie als Unternehmer haben dabei die erste Wahl.“

sg

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