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Eine der beiden bevorzugten Varianten: Die Giebel des vorderen Haupt- und des Nebengebäudes sind hier parallel zur Straße ausgerichtet, was besser zur südlichen Wohnbebauung passt.

Baukörper fallen kleiner aus

Neue Entwürfe vorgestellt: Sixtus bessert nach

Schliersee - Bürgerbegehren hin oder her: Sixtus treibt seine Neubaupläne am Schliersee weiter voran. Jetzt wurden im Bauausschuss erstmals neue Entwürfe präsentiert.

So sehr das Thema Sixtus in Schliersee die Gemüter erhitzt: Im Bauausschuss am Dienstagabend war davon nichts zu spüren. Das überraschte zumindest insoweit nicht, als dass die grundsätzliche Frage über den neuen Firmenstandort an der Seestraße diesmal nicht zur Debatte stand. Dafür hatte Architekt Herbert Wagenpfeil mehrere Varianten für die umstrittene Bebauung mitgebracht. Einzig Ernst Höltschl (SPD) fragte am Ende noch einmal vorsichtig nach, was denn eigentlich mit dem Bürgerbegehren sei. „Was für ein Bürgerbegehren?“, gab Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) zurück. Noch sei im Rathaus nichts eingegangen. Die Gemeinde habe nichts gegen einen Bürgerentscheid. Bis dahin werde man aber ganz normal weiterarbeiten. „Dann haben wir eine Entscheidungsgrundlage.“

Zumindest in puncto Baumasse scheint Sixtus einen Schritt auf die Kritiker zuzugehen. In jeder der vorgestellten Varianten war zu erkennen, dass sich Wagenpfeil um eine Verkürzung des langen Gebäudes auf der Nordseite des Grundstücks bemüht hat. Mit zwei Vorschlägen konnte sich Architekt Heinz Blees, der die Gemeinde bekanntlich unentgeltlich berät, besonders gut anfreunden.

In einem Fall ist der lange Baukörper nicht nur spürbar kürzer, sondern auch durch niedrige Flachdächer unterbrochen. „Das wirkt wesentlich angenehmer und harmloser als im ersten Entwurf“, sagte Blees. Die zweite von ihm favorisierte Variante geht sogar noch weiter. Hier hat Wagenpfeil den vorderen Komplex für Laden und Café um 90 Grad gedreht. Der Giebel verläuft damit parallel zur Seestraße. „Das passt strukturell besser“, kommentierte Blees. So spiele das Ensemble optisch besser mit der bestehenden Wohnbebauung im Süden zusammen.

Dass sich auch die Erdbewegungen bei dem Bauvorhaben in Grenzen halten, zeigte der Architekt anhand eines Schnitts. Maximal zwei Meter müssten abgegraben werden, der Hügel im Norden bleibe gänzlich unberührt. Wasser auf die Mühlen der Sixtus-Befürworter, die diesen wiederholt als Sichtschutz für die Bebauung in Richtung Ortskern ins Spiel gebracht hatten. „Die meiste Baumasse verschwindet damit hinterm Hügel“, stellte auch Schnitzenbaumer wiederholt fest.

Blees’ Einschätzung stieß am Ratstisch auf breite Zustimmung. Wolfgang Schauer (parteilos) brachte jedoch noch eine weitere Variante ins Spiel. Er schlug vor, den Entwurf zu spiegeln und das längere Gebäude vor der bestehenden Wohnbebauung zu platzieren. Jürgen Höltschl (CSU) sah das ähnlich. „Die Häuser an der Gruppenschule liegen sowieso weiter oben“, sagte er. Wagenpfeil hingegen schüttelte den Kopf. In diesem Fall würde die Anlieferungszone an die Wohnbebauung heranrücken. Laut einem Immissionsgutachten sei die vorgelegte Anordnung „die beste Lösung“. Zudem würden bei Schauers Variante Parkplätze verloren gehen. „Die habe ich übersehen“, räumte Schauer ein. Auch der Bürgermeister sprach sich dafür aus, die Produktionshalle nicht zu nah ans Wohngebiet heranzurücken: „Mehr Luft ist besser.“

Diese Auffassung setzte sich am Ende auch am Ratstisch durch. Mit 6:1-Stimmen empfahlen die Ausschussmitglieder dem Gemeinderat, die beiden favorisierten Varianten weiterzuverfolgen. Lediglich Gerhard Waas (Grüne) leistete stummen Widerstand – und blieb damit seiner von Anfang an ablehnenden Haltung gegenüber dem neuen Sixtus-Standort treu.

sg

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