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Mehr davon sollen zu den Dachsen nach Neuhaus: Kinder.

Neuhauser Kinderkrippe kämpft für mehr Plätze

Streit eskaliert: Dachse ziehen am Mittwoch vor Gericht

Schliersee - „Die Dachse“ kämpfen für eine größere Population. Vor Gericht möchte die Neuhauser Kinderkrippe 18 Ganztagsplätze erstreiten. Bisher waren es zehn. 

Vor acht Jahren war alles noch paletti. Die Gemeinde Schliersee hatte 18 Ganztags-Betreuungsplätze für die Kinderkrippe „Die Dachse“ in Neuhaus anerkannt, und vom Landratsamt kam ein entsprechender Bescheid. Die Zahl der Ganztagsplätze stutzte die Kreisbehörde allerdings Jahre später auf zehn zurecht. Zusätzlich dürfen weitere sechs Kleinkinder die Einrichtung für vier bis fünf Stunden täglich besuchen. Mehr aber nicht. 

Gegen die Kürzung wehrt sich seitdem das Betreiber-Ehepaar Hüttinger. Bislang verlief der Kampf erfolglos. Am heutigen Mittwoch geht die Auseinandersetzung in die nächste Runde.

Wie das zuständige Verwaltungsgericht München auf Anfrage bestätigt, möchten die Hüttingers die 18 Ganztagsplätze in Neuhaus durchsetzen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Gerichte in der Sache bemüht werden, doch bislang waren die Bemühungen der Betreiber vergeblich. Mit neuen juristischen Argumenten soll es nun klappen. Es geht offenbar um die Bewertung der Betreuungsflächen in der Einrichtung. Beklagt ist das Landratsamt Miesbach als Genehmigungsbehörde. Nach dem Sachverhalt gefragt, will sich diese vorab nicht äußern. Man werde an der Verhandlung teilnehmen, heißt es recht kurz angebunden. „Wir informieren Sie gerne nach der Verhandlung, sobald uns die Informationen vorliegen.“

Vor Gericht geht es um mehrere Dinge. Gegenstand ist zum einen die Betriebserlaubnis für die Kinderkrippe in Neuhaus selbst – also die Frage nach den 18 Plätzen. Aber auch die Betriebserlaubnis für die Kindertageseinrichtung in Schliersee steht im Fokus – inklusive Eilverfahren.

Wie berichtet, hatten sich die Hüttingers bereits bei der Einführung der Kleinkindergruppe in der gemeindlichen Kita enttäuscht darüber gezeigt, dass in der Schlierseer Kleinkindgruppe nur Kinder im Alter von über 18 Monaten aufgenommen werden. Jüngere Mädchen und Buben werden nur in Neuhaus betreut, was für die Hüttingers bedeutet, dass sie just jene Kinder bekommen, die erhöhte Aufmerksamkeit und Aufwand beanspruchen. Damit einher ging damals – wir befinden uns im Jahr 2010 – eine etwas unglückliche Gemeinderats-Entscheidung über die Gebühren. Diese waren in der gemeindeeigenen Einrichtung günstiger als in der privaten in Neuhaus. Diese Differenz wurde alsbald korrigiert.

Rudi Hüttinger gibt sich auf Anfrage zurückhaltend. Er hofft darauf, dass sich vor Gericht das eingetrübte Verhältnis zwischen den „Dachsen“ auf der einen und dem Landratsamt sowie Gemeinde Schliersee auf der anderen Seite aufhellen lässt.

Der Verhandlung findet heute, Mittwoch, ab 14.15 Uhr vor der 18. Kammer des Verwaltungsgerichts München, Bayerstraße 30, Sitzungssaal 2, statt.

dak

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