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Die neuen Gebäude am Sonnenbichl werden Mitte September feierlich eingeweiht. Anschließend richtet der Schneesportverein ein großes Fest aus – auch als Dankeschön für die Helfer und Unterstützer.

Förderverein lädt zum Skizentrum ein 

Großes Einweihungsfest am Sonnenbichl

Bad Wiessee - In der Praxis haben sich die neuen Gebäude am Wiesseer Skizentrum Sonnenbichl schon bewährt. Eingeweiht werden sie erst jetzt: Am Samstag, 17. September, wird ein großes Fest gefeiert. 

Gearbeitet wird am Skizentrum Sonnenbichl auch im Sommer. Da passt eine Feier im Frühherbst. Am Samstag, 17. September, weiht der Förderverein Schneesport seine Neubauten ein. Für den Winter sind die Schneesportler gerüstet – auch wenn es für den Verein noch viel zu stemmen gibt. 

Noch wird an der Theke im Stüberl gehämmert. „Wir haben da oben das ganze Jahr über zu tun“, sagt Toni Schwinghammer, Vorsitzender des Fördervereins Schneesport. „Da oben“, damit ist der Sonnenbichl gemeint, den der Förderverein im Jahr 2010 übernommen hat. „Das war damals ein blanker Hang“, erinnert Schwinghammer. 

Inzwischen steht dort alles, was man braucht, um große Wettbewerbe ausrichten zu können. 340 000 Euro hat der Verein in den Bau eines Zielhauses und eines Mehrzweckgebäudes gesteckt. In Betrieb war beides schon in der vergangenen Saison, doch die feierliche Einweihung wird erst noch gefeiert. Am Samstag, 17. September, richtet der Förderverein ab 10 Uhr ein großes Einweihungsfest mit Führungen aus. Ab 13 Uhr trägt der Skiverband Oberland einen Konditionswettkampf aus, für Kinder steht eine Hüpfburg bereit, bei einer Tombola gibt’s allerlei zu gewinnen. Die kirchliche Segnung der neuen Gebäude erfolgt um 11 Uhr. 

„Bis jetzt war es halt nicht ganz fertig“, erklärt Schwinghammer den späten Termin. Zu machen gebe es im Übrigen auch jetzt noch einiges. Das große Fest, zu dem alle Bürger eingeladen sind, ist auch ein Dankeschön an all die vielen Helfer und Unterstützer, die den Neubau ermöglicht haben. „Sonst wäre das gar nicht gegangen“, meint Schwinghammer. Schützenhilfe braucht der Verein auch künftig. Wie berichtet, helfen die Gemeinden rund um den See dabei, den 170 000-Euro-Kredit abzuzahlen, den der Verein für die Realisierung der Gebäude aufnehmen musste. Die Gemeinde Bad Wiessee, früher selbst für den Hang verantwortlich, zahlt auf fünf Jahre verteilt 75 000 Euro, die anderen Kommunen je 25 000 Euro. 

Beschlossen wurde dies im Sommer 2015, der Verein hat somit Sicherheit. Doch angesichts der Betriebskosten von etwa 111 000 Euro pro Jahr und immer wieder nötiger Investitionen ist der Verein ständig gefordert, Geldquellen zu erschließen. Ohne Sponsoring gehe es nicht, macht Schwinghammer deutlich. „Sonst müssten wir 25 Euro für eine Kinder-Liftkarte verlangen. Und das wollen wir nicht.“ Steter Sponsor ist der Automobil-Hersteller Audi, dessen Namen das Skizentrum trägt. „Da sind wir dankbar“, meint Schwinghammer. Obwohl auch bei Audi jede Förderung auf dem Prüfstand stehe, habe das Unternehmen den Sponsoringvertrag mit dem Wiesseer Zentrum wieder um ein Jahr verlängert. Allerdings ist die Fördersumme nicht so hoch, dass der Verein sorgenfrei wäre. 

Genannt wurde sie vergangenen Sommer, als der Förderverein mit der Bitte um Finanzhilfe bei allen Kommunen nachhakte: 26 500 Euro jährlich. Abseits der Debatte ums Geld ist dem rund 750 Mitglieder starken Verein in den vergangenen Jahren Großes gelungen. Der Ski-Nachwuchs aus dem Tegernseer Tal hat eine optimale Trainingsstätte vor der Haustür. Zudem bietet der Verein auch Trainingszeiten für auswärtige Vereine an. Die sind gefragt. „Unser Belegungskalender ist fast voll“, berichtet Schwinghammer. Die Vermietung der Trainingsstrecken an Auswärtige sei auch die einzige Möglichkeit für den Förderverein, Geld zu erwirtschaften. Um den Betrieb langfristig zu sichern, will der Förderverein einen Erbpachtvertrag mit der Gemeinde Bad Wiessee schließen.

 Die Verhandlungen laufen bereits seit geraumer Zeit, sind aber noch nicht abgeschlossen. Die Situation ist auch nicht einfach. Die Gebäude gehören dem Verein, die Flächen zum Teil der Gemeinde und zum Teil dem Skiclub Bad Wiessee. Die Vereinbarung soll 60 Jahre gelten – und auf Generationen hinaus sicherstellen, dass die Kinder aus dem Tal an dem Steilhang trainieren können, wie Schwinghammer erklärt: „Wir wollen den Verein ja irgendwann auch mal an Nachfolger übergeben.“

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