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Die Bauarbeiten für das neue Badepark-Bistro sind in vollem Gange. Es soll die Badegäste zum Verweilen einladen. Von außen ist es nicht zugänglich.

Mit ganz neuem Konzept: "Oase zum Wohlfühlen"

Komplett umgebaut: Neues Badepark-Bistro öffnet Ende November

Bad Wiessee - In Richi’s Bistro gingen Ende April die Lichter aus. Doch die Durststrecke im Wiesseer Badepark soll Ende November vorbei sein: Gerade wird aufwändig umgebaut.

Richard Sujansky, Pächter des Badepark-Bistros, sah für sich keine Zukunft mehr im Hallenbadstüberl. Das bekommt nun ein ganz neues Gesicht. Das Mobiliar, der Zuschnitt, das Konzept: alles wurde neu entworfen. „Deshalb hat es auch etwas länger gedauert“, berichtet Gemeinde-Geschäftsleiter Michael Herrmann. Die Eröffnung sei nun Ende November geplant. 

Bezahl-Konzept wie in der Seesauna

Mit dem Ergebnis der Neuplanung ist er mehr als zufrieden: „Das neue Bistro wird ein schönes Ambiente haben.“ Genießen können es ausschließlich Badegäste. Während das alte Bistro von außen zugänglich war, bleibt das neue jetzt ganz den Besuchern von Schwimmhalle und Sauna vorbehalten. Die finden eine Oase vor, in der es sich komfortabel genießen lässt. Und das bargeldlos. 

Neues Bistro nur noch für Bade- und Saunagäste

Abgerechnet wird zum Schluss, beim Verlassen des Bades an der Kasse. Möglich macht dies ein vor kurzem eingeführtes neues Kassensystem, das die alte Papierkarte ersetzt. Den Bistro-Betrieb wird die Gemeinde wieder an einen Pächter vergeben. „Bewerber haben wir zum Glück“, meint Herrmann. Wer den Zuschlag bekommt, darüber entscheide der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. November. Das neue Konzept mit einem hohen Selbstbedienungsanteil ermögliche es, das Bistro mit wenig Personal zu führen, merkt Herrmann an. „Das ist so ähnlich wie beim Vapiano.“ 

Wie teuer der Umbau kommt, lässt sich Herrmann zufolge noch nicht genau sagen. „Aber es dürften so um die 200.000 Euro sein.“ Eine hohe Investition in ein Bad, dessen Zukunft nicht ganz gewiss ist. Wie berichtet, verursacht der Betrieb alljährlich ein Minus von 800.000 Euro, weshalb die Gemeinde daran denkt, einen privaten Investor zu suchen. Aber die nächsten Jahre ändere sich ja wohl nichts, meint Herrmann. Und ein Bad dieser Größe brauche ein Bistro: „Das erwarten die Besucher.“ 

Jodbad zieht in den Badepark: Das ist der Stand

Während die Bauarbeiten im Bistro sich dem Abschluss nähern, geht es ein Stockwerk höher jetzt richtig los. Wie berichtet, lässt die Gemeinde frühere Praxisräume in ein Behelfsdomizil fürs Jodbad umrüsten. Zu Weihnachten muss alles fertig sein, schließlich soll der Abriss des alten Jodbad-Gebäudes bereits im Januar beginnen. „Es läuft alles planmäßig“, berichtet Jodbad-Geschäftsführerin Renate Zinser. Sechs Jodbadewannen, Sprühbad, Augenbad und Massageräume werden installiert. 170 000 Euro waren für die Schaffung der Interimslösung veranschlagt. Vermutlich werde es allerdings etwas teurer werden, hatte Höß schon Mitte Oktober erklärt. Weil der Zeitplan eng ist und die Auftragslage der Handwerker in der Region ausgezeichnet. 

Gebraucht werden die sechs Wannen, bis das neue Badehaus steht. Das wird frühestens im Sommer 2018 der Fall sein. Noch kämpft Bürgermeister Höß um Zuschüsse für den 5,5 Millionen Euro teuren Neubau, der gleich neben dem Badepark entstehen soll. Bereits nächste Woche führt er Gespräche mit Vertretern der Regierung von Oberbayern. Höß hofft, dass der Freistaat die Hälfte der Kosten übernimmt: „Mein Ziel sind schon die 50 Prozent.“

Zuschüsse fürs Badehaus

Um staatliche Zuschüsse fürs Badehaus zu bekommen, musste die Gemeinde Bad Wiessee im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens nachweisen, dass kein Privater die Pläne umsetzen will. Das Verfahren sei jetzt abgeschlossen, erklärt Bürgermeister Peter Höß. Erwartungsgemäß habe kein Unternehmer Interesse an der Realisierung der neuen Pläne. Wie berichtet, war dies bei früheren Plänen für ein Medizinisches Zentrum anders. Das war deutlich größer, was der Gemeinde so sehr missfiel, dass sie dem Münchner Investor das Projekt im Herbst 2015 aus der Hand nahm und das Büro Matteo Thun mit der Planung eines kleinen Hauses beauftragte. Auch die ist nicht unumstritten: Der Gemeinderat segnete den Bau Ende Juli nur mit 9:6 Stimmen ab.

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