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Wird durch ein Geschäftshaus ersetzt: das baufällige Anwesen an der Finsterwalder Straße. 

Baufälliges Haus in Dürnbach wird abgerissen

Neubau kommt, doch Nadelöhr bleibt

Gmund - Das baufällige Haus in Dürnbach an der Finsterwalder Straße kommt weg. Endlich, werden sich Autofahrer denken. Sie ärgern sich ständig über diese Engstelle. 

„Endlich passiert was.“ Treffend und kurz leitete Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) im Ortsplanungsausschuss die Diskussion um ein Haus ein, das eigentlich schon lange keines mehr ist: Es ist arg baufällig,seit einem schweren Sturm schützt eine Plastikplane das teilweise abgedeckte Dach. Warum passiert da so lange nichts? Das fragen sich vor allem auch viele Autofahrer, für die die Engstelle an der Finsterwalder Straße zudem ein echtes Ärgernis ist. Acht Jahre, nachdem der letzte Mieter ausgezogen ist, hat Florian Kohler, zugleich Inhaber des gegenüberliegenden Gasthauses Jennerwein und der Büttenpapierfabrik Gmund, einen Plan ausgearbeitet. „Das Konzept musste wirklich rund sein, deshalb habe ich so lange gewartet“, sagt Kohler auf Nachfrage.

Das Haus wird abgerissen und durch einen um acht Meter kürzeren, insgesamt 15,95 mal 7,74 Meter großen Neubau ersetzt. Im Erdgeschoss soll ein Laden eröffnen. Mit mehreren Interessenten verhandle er bereits, sagt Kohler. Namen wolle er noch nicht nennen. Im oberen Stockwerk, das über eine Außentreppe am hinteren Ende des Hauses erschlossen wird, ist ein modernes Büro geplant. Zusammen mit den Parkplätzen, die im vorderen Bereich fürs Gasthaus zur Verfügung stehen, plant Kohler mit 19 Stellplätzen. 16 müsste er nur nachweisen.

Soweit, so gut. Dass das Haus jedoch wieder mit nur einem Meter Abstand am Straßeneck postiert ist und einer der Parkplätze sogar nur 50 Zentimeter neben der Fahrbahn liegt, erschien allen am Ratstisch problematisch. „Das ist wirklich nicht glücklich an diesem Nadelöhr“, fand Christine Zierer (FWG). Einfach nur „ärgerlich“, sagte Helga Wagner (Grüne). Barbara von Miller (SPD) würde es sehr bedauern, wenn das „unübersichtliche Eck“ wieder nicht beseitigt würde.

Rein rechtlich wäre der geringe Abstand zulässig, klärte Bauamtsleiterin Christine Lang auf. Damit wollte sich das Gremium nicht zufrieden geben. „Das Nadelöhr muss unbedingt beseitigt werden“, forderte Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG). Er verwies auf die überhaupt schwierige Situation für Fußgänger an dieser Stelle in Dürnbach und schlug vor, dass der Rathauschef das Gespräch mit Kohler suchen solle, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. „Ansonsten ist es nur positiv, wenn das alte Haus wegkommt.“

„Woanders bauen wir Engstellen ein, um den Verkehr zu bremsen“, steuerte Preysing zur Diskussion bei. Er habe bereits mit Kohler gesprochen und mache sich wenig Hoffnung auf eine Umplanung. Dennoch sicherte er zu, erneut zu verhandeln. Damit waren alle einverstanden und stimmten dem Plan zu.

gr

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