Telefon von Landwirt Josef Berghammer steht nicht mehr still

Alle wollen die "Rindfleisch-Aktie"

Gmund - Dass die Idee gut ist, davon war Landwirt Josef Berghammer von Anfang an überzeugt. Dass seine "Rindfleisch-Aktien" derart einschlagen würde, hatte er nicht erwartet. 

Wie berichtet, geht der Gmunder neue Wege, um den von den Eltern übernommenen Betrieb erhalten zu können. Das Konzept sieht so aus: Berghammer verkauft insgesamt 125 Beteiligungen à 400 Euro, die Investoren bekommen ihre Rendite in Form von Fleischpaketen ausbezahlt. Rindfleisch-Aktien sozusagen. Und das Konzept scheint schon jetzt aufzugehen, wie der Landwirt auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet.

„Wir sind richtig erschrocken. Allein am Dienstag haben 30 Leute bei uns angerufen.“ Und das Telefon klingelt unablässig weiter. Die Resonanz sei ausschließlich positiv. „Die Leute sind ganz begeistert und finden, dass das eine super Idee ist“, freut sich der Gmunder. „Einer hat gesagt, dass er es spitze findet, dass sich Bauern auch mal was einfallen lassen, anstatt immer bloß zu jammern“, sagt Berghammer und schmunzelt. Die Interessenten kommen aus Bayrischzell, Gmund und von rund um den Tegernsee. „Ich sage mal, Mittelschicht und einige Geschäftsleute.“

Es scheint, als hätten seine Kunden regelrecht auf die Genussscheine gewartet. „Es gibt einige, die gleich zwei oder drei Beteiligungen haben möchten“, sagt Berghammer. Der erste Kunde wollte gar im ganz großen Stil investieren und zehn Scheine erwerben. Diese enorme Fleischeslust musste Berghammer allerdings etwas einbremsen. Denn andere Abnehmer sollen schließlich auch noch in den Genuss des Fleisches der Pinzgauer Rinder kommen. Zunächst möchte der Landwirt im Nebenerwerb deshalb den Tag der offenen Tür auf seinem Hof abwarten. Am 12. November werden der Gmunder und Öko-Modellregionsmanagerin Marika Kinshofer das Projekt erneut vorstellen. Auch die Verträge mit allen Details werden dann vorliegen. Sollten anschließend noch Beteiligungen übrig sein, kommen diejenigen zum Zuge, die mehr investieren wollen.

Das Kontingent nachträglich aufzustocken, das kommt für Berghammer jedenfalls nicht in Frage. „Es bleibt definitiv bei 125 Stück“, versichert er. Einerseits gebe sein Betrieb gar nicht mehr her. Andererseits sei eine Vergrößerung ja auch mit mehr Arbeit verbunden. „Wir wollen das aber so gut es geht selber machen.“ Und die Qualität soll unter keinen Umständen leiden. Sie ist es ja, die das Konzept aufgehen lässt und die Abnehmer ganz offenkundig überzeugt.

Rubriklistenbild: © Thomas Plettenberg

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