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Beim Tag der Blasmusik wurde auf den Wiesen oberhalb von Kaltenbrunn geparkt.

Landratsamt und Bürgermeister verdeutlichen Positionen

Wiesen-Parkplatz bei Kaltenbrunn: "Wenige Ausnahmen möglich"

Gmund - Das Landratsamt Miesbach legt nach in Sachen Kaltenbrunn-Parkplatz. Nun sollen doch "wenige Ausnahmen" möglich sein. 

Der Tag der Blasmusik ist gerade verhallt, da wird erneut zur Diskussion über die Parksituation angestimmt. Bei Tag der Blasmusik war auf zwei Wiesen oberhalb der B 318 geparkt worden. Familie Schörghuber hatte dies der Gemeinde Gmund als Veranstalterin der Veranstaltung ausdrücklich erlaubt und damit die Diskussion über den Bau eines Parkplatzes auf einer der Wiesen erneut entfacht. 

Nun klingt Bürgermeister Georg von Preysing verstimmt, was die Berichterstattung betrifft. Seit jeher sei es im Landkreis üblich, dass bei Großveranstaltungen vorübergehend auch Wiesen als Parkflächen genutzt werden, wenn es die Witterung und die landwirtschaftlich Bewirtschaftung zulasse, so Preysing in einer Pressemitteilung. Er nennt Beispiele: das Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen, Gaufeste der Trachtler, Leonhardifahrten, Tegernseelauf und viele viel. „Daher verstehen wir die Hysterie bezüglich einer einmaligen Benutzung von gemähten Wiesen im Bereich von Kaltenbrunn überhaupt nicht.“ Es gehe nicht darum, dass eine Wiese längerfristig als Parkplatz genutzt werden soll und die entsprechenden Flächen befestigt werden. "Dies war hier überhaupt nicht der Fall", so Gmunds Bürgermeister.

Auch das Landratsamt Miesbach verdeutlicht in einer Pressemitteilung erneut seine Position: „Eine dauerhafte oder regelmäßige Nutzung der Wiesen zu Parkzwecken ist nicht tolerierbar.“ Eine solche Nutzung als Ersatz für die nicht genehmigten Parkplätze sei nicht möglich, erklärt Landkreis-Sprecher Birger Nemitz. 

Grundsätzlich möglich, so Nemitz, sei aber eine Nutzung der Wiesen zu Parkzwecken "bei wenigen Großveranstaltungen pro Jahr". Dies sei zum Beispiel beim Tag der Blasmusik oder bei einem Weihnachtsmarkt der Fall. Das Landratsamt sei sehr zuversichtlich, „dass es eine tragfähige Lösung für die Parkplatzproblematik geben wird“. Es würden konstruktive Gespräche geführt, eine einvernehmliche Lösung würde sich abzeichnen – etwa durch die Nutzung von Parkplätzen an der Wiesseer Spielbank.

gr

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