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"Ein Sandplatz ist das“: Die Gemeinde Gmund will am Bahnhof eine P&R-Fläche realisieren, die den Namen auch verdient – ein Parkdeck oder eine Tiefgarage.

Parkdeck und Hotel am Bahnhof 

Hier verändert Gmund sein Gesicht

Gmund – Die Park&Ride-Anlage am Gmunder Bahnhof verdient den Namen nicht. „Ein Sandplatz ist das“, sagt Bürgermeister Georg von Preysing. Noch heuer will die Gemeinde einen Rahmenplan für das gesamte Bahnhofsgebiet vorlegen. Dazu gehört auch ein Hotel.

Erst eine „kleine Klausur“ des Gemeinderats, dann ein Beschluss in der letzten Sitzung 2016: Bürgermeister Georg von Preysing will zumindest den Rahmenplan für das Gebiet am Bahnhof abstecken. Dazu gehört auch eine ordentliche P&R-Anlage. „Eventuell mit Tiefgarage“, meint Preysing. 

Gesprochen wird über das Thema schon sehr lange. Wie berichtet, gehören der Bahnhof und die dazugehörigen Flächen seit Dezember 2012 der Gemeinde Gmund. Für 5,9 Millionen Euro erwarb sie die Liegenschaften. Dies vor allem, um sie vor dem Zugriff fremder Investoren zu retten. Aber Gmund steht nun auch selbst vor der Aufgabe, die Flächen zu entwickeln. Aktuell bieten sie keinen schönen Anblick. Der Parkplatz neben den Gleisen ist unbefestigt, in der Nachbarschaft lagert Baumaterial, Wildwuchs macht sich breit. 

Auf ein grundlegendes Konzept hatte sich der Gemeinderat bei einer Klausur im März 2015 geeinigt. Der Bebauungsplan für das Gebiet umfasst eine Fläche von 9,4 Hektar. Sie beginnt im Norden beim Sparkassengebäude, erstreckt sich entlang der Wiesseer Straße bis zum Bahnübergang bei Kaltenbrunn und umfasst den gesamten Bereich bis zum See und der Mangfall, abgesehen von den Überschwemmungsflächen. 

Neben der Gestaltung des direkten Bahnhofumfelds – auch ein Kiosk ist vorgesehen – steht vor allem der Bau eines Hotels im Mittelpunkt der Überlegungen. Es soll zwischen Bahnlinie und See seinen Standort finden und etwa 70 Zimmer haben. Kein großes Haus also. „Das ist die Größe, die gerade noch rentabel ist“, sagt Bürgermeister Preysing. Die Gemeinde legt die Eckdaten fest, sucht aber einen Investor, der das Hotel betreibt. „Zu 99 Prozent“ werde die Gemeinde die Fläche an den Betreiber verkaufen, macht Preysing deutlich. Für die Gemeinde sei dies ein sehr wichtiges Projekt: „Wir brauchen Hotelbetten.“ 

Aber nicht nur am Bahnhof verändert sich das Gesicht Gmunds. Auch am Maximilian, wo vor Kurzem der neue Rewe-Markt eröffnet hat, tut sich viel. Das Brauhaus macht aus dem alten Maximilian wieder ein schmuckes Wirtshaus. Einst gehörte es Ernst Glasl. Die benachbarten Flächen blieben nach dem Verkauf des Maximilian im Besitz der Großfamilie Glasl. Deren Erben, berichtet Preysing, hätten kürzlich das komplette Areal zwischen Bundesstraße und Bahngleis an einen Gmunder Bauträger verkauft. Auf der Fläche befinden sich unter anderem eine Apotheke und eine Reinigung. Die ersten Planungsideen für eine künftige Bebauung seien dem Rathaus schon zuleitet worden, erklärt Preysing. Auch der Eigentümer des benachbarten Frank-Anwesens, das direkt daneben liege, plane eine Erweiterung. „Es entsteht eine völlig neue Gmunder Ortsmitte“, meint Preysing. 

Ein neues Hotel entsteht übrigens auch in Finsterwald. Peter Hubert, Tegernseer Bräustüberlwirt und Eigentümer des Feichtner Hofs, hält an seinen Plänen fest, dem Feichtner Hof ein Hotel mit 20 Zimmern und einer Tiefgarage hinzuzugesellen. Die Planung müsse er natürlich mit seinem Pächter Thomas Thielemann absprechen, erklärt Hubert. Schließlich dürfe der Neubau den bestehenden Betrieb nicht zu stark belasten. Doch wolle er den bereits genehmigten Bau auch realisieren. In etwa einem halben Jahr sei mit konkreten Entscheidungen zu rechnen.

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