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Blick von oben auf die Wiesen bei Kaltenbrunn während des Tags der Blasmusik.

Landratsamt Miesbach stellt klar:

Wiesen-Parkerei bei Kaltenbrunn "nicht tolerierbar"

Gmund - Parken auf den Wiesen oberhalb von Kaltenbrunn  - geht's jetzt plötzlich doch? Das Landratsamt bleibt bei seinem Nein.

Der Tag der Blasmusik am Sonntag zeigte, dass das Parken auf den Wiesen bei Kaltenbrunn offenbar doch möglich ist. Zu beiden Seiten der Kaltenbrunner Straße standen die Fahrzeuge dicht aneinandergereiht auf den frisch gemähten Wiesen. Schon Tage zuvor waren die Flächen abgesteckt worden. Während für den Parkplatz direkt am Gut eine Gebühr von vier Euro erhoben wurde, konnten Besucher die Wiesen hinter der Bundesstraße kostenlos nutzen. Acht Mann der Feuerwehr Gmund regelten zu Beginn der Veranstaltung den Verkehr. 

Der Tag der Blasmusik als Probelauf für weitere Ausnahmen? „Auf keinen Fall“, stellt Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamts, klar. „Das Parken auf den Wiesen bei Kaltenbrunn ist nicht tolerierbar.“ Die Behörde untermauert damit ihre Entscheidung vom 8. Juli. Mit einem Paukenschlag hatte Landrat Wolfgang Rzehak den Plänen für das Anlegen eines Parkplatzes oberhalb der B 318 mit Verweis auf den Landschaftsschutz eine Abfuhr erteilt. „Es gibt auch in Zukunft keine Ausnahmegenehmigungen“, sagte Nemitz. Der Innenhof des Guts sei im Genehmigungsverfahren als Parkfläche angerechnet worden, „und soll auch künftig als Parkplatz zählen.“ 

Tag der Blasmusik 2016 auf Gut Kaltenbrunn - die Bilder

Weil der Gemeinde Gmund als Veranstalter des Blasmusiktags dies bewusst war, richtete sie einen kostenlosen Bus-Shuttle vom Volksfestplatz nach Kaltenbrunn ein. Der wurde allerdings nur spärlich genutzt, wohl angesichts der zur Verfügung stehenden Parkfläche. „Wir haben Frau Schörghuber gefragt, ob sie die Wiesen am Sonntag zum Parken zur Verfügung stellt, und sie hat Ja gesagt“, berichtet Bürgermeister Georg von Preysing, der zugleich durch die Veranstaltung führte. Er habe also keine Veranlassung gesehen, dafür beim Landratsamt eine Genehmigung einzuholen. 

Die Behörde wiederum betont, dass sie von der geplanten Wiesen-Parkerei nichts gewusst habe. Der Gemeinde „den Marsch blasen“ werde sie allerdings nicht. „Zu einer Ordnungswidrigkeit wird es wohl nicht kommen“, sagt Nemitz. 

Kaltenbrunn und die Parkplatznot: Um dem Dauerproblem Herr zu werden, ist eine Kooperation mit der Spielbank Bad Wiessee geplant. Wie bereits berichtet, will Kaltenbrunn dort Plätze bei Bedarf anmieten und einen Shuttleservice anbieten. „Ich gehe davon aus, dass es was wird“, sagt Kaltenbrunn-Geschäftsführer Markus Kemeter. Die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. „Für unsere Gäste wäre dieses Angebot sicherlich angenehm."

gr

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