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Rien ne va plus, was die Spielbankabgabe aus Bad Wiessee angeht. Gmund kostet das jetzt doppelt.

Kämmerer plant mit hohen Anwaltskosten - der Haushaltsplan im Überblick

Spielbank-Streit kommt Gmund teuer zu stehen

Gmund - 100.000 Euro Ausfall - das ist die bisherige Bilanz. Und weil Gmund nicht einfach so hinnehmen will, dass Wiessee den Geldhahn zugedreht hat, kommt noch einiges dazu.

Der noch laufende Streit um die Wiesseer Spielbankabgabe macht Anwaltskosten nötig: 20 000 Euro plant der Kämmerer inzwischen dafür ein. Seit 2015 hat Bad Wiessee die Zahlung an die anderen Talgemeinden eingestellt, 50 000 Euro fehlen Gmund dadurch schon das zweite Jahr in der Kasse. Im Vermögenshaushalt schlagen Anschaffungen für die Schule zu Buche. Weil sich im neuen Schuljahr die Klassenzahl auf elf erhöht, muss ein zusätzlicher Raum ausgestattet werden. Nach dem Umbau der Schule, der insgesamt 7 Millionen Euro verschlungen hat, stehe immer noch eine Restzahlung von rund 150 000 Euro aus dem Staatszuschuss von insgesamt zwei Millionen Euro aus, erklärte der Kämmerer.

Weitere geplante Ausgaben

Für den Bau eines WC-Häuschens am Neureuthparkplatz und einer Urnenwand am Bergfriedhof werden jeweils 30 000 Euro zusätzlich eingeplant. In welcher Höhe die Schenkung des Kern-Hauses den Haushalt belastet, ist noch offen. „Welche Umbau-Maßnahmen nötig sind, können wir erst nach einer Ortsbesichtigung sagen“, erklärte der Kämmerer. Kosten werden erst 2017 anfallen.

Der Schuldenstand

Der Schuldenstand klettert um rund 860 000 Euro auf insgesamt 6,4 Millionen Euro. Andererseits hat Gmund statt 6,8 nun 7,9 Millionen Euro an Rücklagen. „Damit sind wir eigentlich schuldenfrei“, kommentierte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) das „erfreuliche“ Zahlenwerk, das der Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis nahm.

Die Einnahmen - Gewinn dank Gewerbesteuer

Die Gemeinde baut zwei Mehrfamilienhäuser mit 14 Wohnungen an der Hirschbergstraße. Wie berichtet, sollen dort auch anerkannte Flüchtlinge einziehen. Der Zuschussbescheid der Regierung liegt bereits vor, im Herbst soll Baubeginn sein.

Die Gemeinde darf ein zinsgünstiges Darlehen über 1,357 Millionen Euro aufnehmen, zudem kann sie mit einem 30-prozentigen Zuschuss rechnen. Zehn Prozent der Gesamtkosten von rund 3,4 Millionen Euro muss die Gemeinde aus eigener Kraft stemmen. Unter anderem dieses Großprojekt macht die Aufstellung eines Nachtragshaushalts nötig, den Kämmerer Georg Glas jetzt im Gemeinderat vorstellte.

Einige Posten verändern den Gmunder Haushalt, dessen Volumen von knapp 19,5 auf 20 Millionen Euro klettert. Erfreulich sei die Entwicklung bei der Gewerbesteuer, die schon jetzt um 500 000 Euro über dem geplanten Ansatz liege, so Glas. Das heißt aber auch, dass Gmund seinen Ansatz zur Gewerbesteuerumlage auf 874 000 Euro erhöhen muss. 1,2 Millionen Euro können vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt überwiesen werden.

gr

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