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An die Wasserwacht-Station bei Seeglas wird ein Steg angebaut.

Damit das Rettungsboot der Wasserwacht ankern kann

Neuer 40-Meter-Steg für Seeglas

Gmund - Die Wasserwacht Gmund kann endlich ihr Anker-Problem für das Rettungsboot lösen: Sie darf einen neuen 40-Meter-Steg bauen.

Im Sommer ist in Gmund nicht nur das Strandbad Seeglas gut gefüllt. Der komplette Uferbereich bis zur Mangfall ist ein beliebter Badebereich. Mittendrin: die Wasserwacht Gmund. Sie überwacht den nördlichen Seebereich. 500 Mitglieder zählt die 1949 gegründete Ortsgruppe, rund 30 sind aktiv im Einsatz – als Wachleiter, Bootsführer, Rettungsschwimmer oder Wasserretter. Wöchentlich bietet die Wasserwacht zudem im Wiesseer Bade-Park ein Schwimmtraining an. Natürlich hat die Wasserwacht auch ein Rettungsboot. Es müsste am Badesteg des Strandbads festmachen, doch das ist aus Sicherheitsgründen nicht machbar. Das Strandbad, früher noch ein kleines Lokal mit Kiosk, gehörte einst der Wasserwacht. Sie verkaufte es in den 1970er-Jahren an die Gemeinde und konnte aus dem Erlös eine Rettungsstation nebenan bauen. 

In der Diensthütte ist auch die Bootshalle integriert. Eine Gleiskonstruktion wurde entwickelt sowie ein maßgeschneiderter Slipwagen, der auf Schienen sitzt und das Rettungsboot für jeden Einsatz ins Wasser verfrachtet. „Eine sehr ungünstige Situation“, findet der Vorstand um Johannes Schütze (Vorsitzender) und dem Vize Stefan Czerny. Die Lösung des Problems wäre ein Steg, an dem das Boot festmachen könnte. 

Die Planung dafür steht, vor etwa einem Jahr begann der Vorstand damit, die entsprechenden Genehmigungen einzuholen. Und siehe da: Sie liegen seit Mitte des Jahres vor. „Sowohl das Landratsamt als auch die Schlösser- und Seenverwaltung haben unser Vorhaben genehmigt“, freut sich Czerny. Die Wasserwachtler sind begeistert, „denn normalerweise werden Stegbauten am Tegernsee inzwischen abgelehnt.“ 

Links neben den Schienen soll nun ein etwa 40 Meter langer und 1,50 Meter breiter Holzsteg gebaut werden. Von dort könnte das Rettungsboot bei einem Einsatz schnell ablegen, ohne unnötig Zeit durch den Transport von der Halle in den See zu verlieren. Mit den Genehmigungen hat die Wasserwacht also schon buchstäblich „klar Schiff“ gemacht. 

Bleibt die Finanzierung: Insgesamt 50 000 Euro muss die Wasserwacht für den Bau aufbringen. Darin enthalten ist eine Zahlung über 2100 Euro an den Naturschutzfond. Über Spenden will die Ortsgruppe den Stegbau finanzieren, wie der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung erfuhr. Ihm wurde nicht nur der Stegbau im Detail vorgestellt, auch über einen Zuschussantrag mussten die Mitglieder entscheiden. Laut Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) habe die Wasserwacht inzwischen 30 Privatleute und Firmen wegen einer Spende angeschrieben. Knapp 13 000 Euro bereits eingegangen. Mit dem Vorschlag des Bürgermeisters, das Vorhaben mit 5000 Euro zu unterstützen, waren alle einverstanden. „Das wäre eine gute Sache“, würdigte Franz von Preysing (CSU), selbst Wasserwachts-Mitglied, den Vorschlag. Schließlich habe die Wasserwacht außer den Mitgliedsbeiträgen nicht viele Einnahmen. Alfons Wagner (CSU) machte deutlich, dass er hinter dem Stegbau steht: „Ein neuer Steg wäre eine optimale Lösung, da der Steg, der eigentlich zur Wasserwacht gehört, mitten im Badebetrieb liegt.“ 

Preysing nutzte die Gelegenheit, sich bei den Wasserwachtlern für deren Engagement beim jährlichen Ferienlager zu bedanken. Er verband dies allerdings mit der Bitte, die Wasserwachtler mögen doch im Sommer einen Blick auf jene Badegäste werfen, die sich den großen Motorschiffen nähern. Einstimmig segnete der Gemeinderat den 5000-Euro-Zuschuss ab. Die Wasserwacht ist damit der Verwirklichung wieder ein Stück näher gekommen.

gr

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