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Entlang der Nördlichen Hauptstraße in Scharling - hier der Bereich an der Jugendherberge - soll ein Fußgängerweg entstehen.

Gemeinde plant durchgängigen Gehweg

Endlich mehr Sicherheit auf Scharlings Hauptstraße

Kreuth - Für die Scharlinger könnte bald ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: Die Gemeinde plant einen Gehweg entlang der Hauptstraße. Ein Plus an Sicherheit – auch für die Gäste der Jugendherberge.

An der Notwendigkeit der Maßnahme ließen die Kreuther Gemeinderäte am Donnerstagabend keinen Zweifel. Er beobachte jeden Tag, wie die Kinder in Scharling „kreuz und quer über die Straße laufen“, sagte FWG-Gemeinderat und Anwohner Michael Unger. Es sei daher dringend geboten, einen eigenen Fußgängerbereich entlang der Nördlichen Hauptstraße zu schaffen.

Wie ein solcher aussehen könnte, hatte Planer Marijan Weisser aus Bad Aibling für die Gemeinde ermittelt. Die erfreuliche Erkenntnis: Der Gehweg könnte zu hundert Prozent auf Gemeindegrund verwirklicht werden. Verlaufen würde er teils auf der West-, teils auf der Ostseite der Nördlichen Hauptstraße. Die Fußgänger müssten die Straße an zwei Stellen queren.

Um die Finanzen im Rahmen zu halten, schlug der Fachmann eine schlichte Variante vor. Der Fußgängerbereich würde einfach farblich von der Fahrbahn abmarkiert werden. Kostenpunkt: circa 100.000 Euro. Ein klassicher Gehweg mit Bordstein bringe zwar mehr Sicherheit, räumte Weisser ein. „Aber die müsste man mit dem doppelten Einsatz erkaufen.“

Der künftige Weg soll nördlich der Jugendherberge an den bestehenden Gehweg andocken und in südlicher Richtung bis zur Einmündung der Bundesstraße führen. Weisser regte zudem die Schaffung einer kleinen Grüninsel vor der Jugendherberge an, auf der sich Fußgänger sammeln könnten.+

„Es geht jetzt darum, ob wir die Summe 2017 im Haushalt unterbringen“, machte Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) deutlich. Dass die Maßnahme keinen langen Aufschub duldet, wurde im Laufe der Debatte deutlich. „Wir sollten das weit oben auf die Prioritätenliste setzen und nicht auf die lange Bank schieben“, plädierte etwa Martin Walch (SPD). Und auch Fraktionskollegin Evi Baumgartner forderte, das Projekt konsequent weiter zu verfolgen. Sebastian Marschall (FWG) ging sogar noch einen Schritt weiter: „Wir sollten vielleicht doch über einen Bordstein nachdenken, der schafft viel mehr Sicherheit.“

Am Ende stimmte der Gemeinderat einhellig für folgendes Vorgehen: Die Gemeinde wird die Maßnahme weiter verfolgen und prüfen, ob die Mittel dafür bereits im Haushalt 2017 eingestellt werden können. Auch die teurere Variante mit Hochbord soll dabei auf den Prüfstand kommen. Ist das finanziell nicht möglich, kommt die günstigere Variante mit der farblichen Markierung zum Tragen.

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