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Martin und Tanja Frühauf verlassen das Postillion.

Neuer Wirt ist gesichert

Frühaufs geben das Rottacher Postillion ab

Rottach-Egern - Über elf Jahre haben Tanja und Martin Frühauf das Restaurant Postillion in Rottach-Egern betrieben. Am 23. Juni ist Schluss. Die Gründe.

Und wieder dreht sich das Wirte-Karussell am Tegernsee: Tanja und Martin Frühauf werden ihr Restaurant Postillion in Rottach-Egern zum 23. Juni schließen und anschließend in neue Hände geben. Stefan Zink, derzeit Betreiber des Restaurants Egern 51 in der Seestraße, wird ab 1. Juli das Postillion zusätzlich übernehmen. 

Im März 2005 hatten die Frühaufs das Postillion übernommen. Zugleich hob der 54-Jährige mit der Marke „Frühauf Genuss“ ein innovatives gastronomisches Konzept aus der Taufe, das in den vergangenen Jahren immer erfolgreicher wurde. Zum einen baute er sein Event-Catering aus, mit dem Frühauf Veranstaltungen aller Art, Hochzeiten und Feierlichkeiten gastronomisch versorgt. 

Zum durchschlagenden Erfolg entwickelte sich zudem sein Betriebskantinenkonzept „Hochgenuss und Gesundheit bei der Arbeit“. Über die bayerischen Landesgrenzen hinweg betreibt er aktuell mit rund einhundert Mitarbeitern mehr als neun Kantinen – von München und Rosenheim bis Hamburg. 

Auf den Ausbau und die Weiterentwicklung dieses Projekts will das Ehepaar Frühauf nun seine ganze Aufmerksamkeit lenken. „Entweder, man ist voll mit Herz und Hand dabei, oder man muss loslassen“, sagt der 54-Jährige. „Und im Postillion, in dem mein ganzes Herz steckt, sollte man loslassen, wenn es am schönsten ist.“ Sie gehen mit einem weinenden Auge, gesteht Tanja Frühauf. „Es war eine schwere Entscheidung, denn wir hatten eine schöne Zeit und viele nette Stammgäste.“ 

Doch gerade wegen den intensiven Aufgaben mit dem Catering und dem Kantinenkonzept sei es immer schwieriger geworden, dem Lokal die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und auch da zu sein. Das Postillion sei immer eine Herzensangelegenheit gewesen, seine „Heimatbasis“. Aber ein Postillion, das nur noch ein Aushängeschild sei, werde es nicht geben. Es sei wichtig, bei allen Projekten die kreativen und organisatorischen Zügel fest in der Hand zu halten und „nah am Gast“ zu sein, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Das Tegernseer Tal bleibt die Heimat von Martin Frühauf und seiner Familie. Und mit dem Eventcatering und der Bewirtschaftung der Gebirgsschützenhütte wird das Tegernseer Tal auch weiterhin nicht auf die Genüsse der Frühauf-Küche verzichten müssen. Ihre Kreativität und Energie haben die Frühaufs nicht verloren. „Jetzt geht es erst einmal darum, die neuen Projekte zu konsolidieren“, erklärt Tanja Frühauf. „Wir haben viele neue Ideen und wollen in Zukunft die gastronomische Kultur an unserem Heimatort mit neuen Konzepten bereichern.“ 

Martin Frühauf hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt: Nach der Ausbildung zum Koch und Restaurantfachmann war er vier Jahre lang Leibkoch von Altkanzler Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt. Danach folgten weitere Stationen an renommierten Adressen in Deutschland, bis er 1996 sein erstes Restaurant in Großhesselohe bei München.

gr

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