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Hier rührt sich wenig: Rottacher Seeperle.

Riesiges Hotelprojekt an Rottacher Seestraße

Wann passiert endlich etwas bei der Seeperle?

Rottach-Egern - Die Seeperle in Rottach-Egern ist ein ehrgeiziges Großprojekt - das seit einer gefühlten Ewigkeit in der Warteschleife steckt. Jetzt könnte sich bald was tun.

Wann wird’s endlich was mit der Seeperle? Ganz Rottach-Egern rätselt, und zwar schon lange. Im Oktober war die Seeperle zuletzt Thema in der öffentlichen Gemeinderatssitzung, als die Verabschiedung des geänderten Bebauungsplans auf der Tagesordnung stand. Bürgermeister Christian Köck (CSU) hatte sich damals ungeduldig gezeigt und gefordert: „Jetzt müssen die Investoren mal liefern“. Er hatte aber auch Hoffnung verbreitet und ein Treffen mit den Investoren angekündigt. Dieses Treffen hat inzwischen stattgefunden. Dabei ist man offenbar einen Schritt weiter gekommen, was den Zeitplan für die Seeperle betrifft. Mehr noch: „Die noch ausstehenden Unterschriften wurden getätigt“, sagt Rottachs Bauamtsleiterin Christine Obermüller. Unter anderem ging es um die ausschließliche Hotelnutzung des künftigen Projekts. 

Folgendes ist geplant: Die seit 20 Jahren brach liegenden Bauten in bester Lage an der Seestraße sollen abgerissen werden. Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann planen den Neubau eines Suitenhotels mit 99 Betten, ein Almhaus, in dem sich ein Restaurant befindet, Wellnessbereich, Schwimmbad, Tiefgarage. Investitionsvolumen: rund 25 Millionen Euro. Allerdings sind Leidecker und Tengelmann nur diejenigen, die das Vorhaben entwickeln. 

Fehlt nur noch der künftige Betreiber. „Wir sind mit durchaus konkret interessierten Betreibern im Gespräch“, versichert Rainer Leidecker. Bis es zu einer Einigung kommen könne, müssten noch kleine Änderungen in der Planung vorgenommen werden. Acht bis zehn Betten zusätzlich wollen die Projektentwickler unterbringen. „Das hat nichts mit dem Gesamteindruck zu tun“, so Leidecker. Derzeit werde geprüft, ob diese Änderungen mit einer einfachen Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans durchgehen, oder ob eine erneute Änderung des Bebauungsplans nötig ist. 

Falls Letzteres der Fall ist, könnte dies eine erneute Verzögerung des Projekts Seeperle bedeuten. Falls aber alles einen einfachen Weg nimmt, dann könnte schon im Dezember der konkrete Bauantrag in der Gemeinde vorgelegt werden. In der nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Dienstag wollte Leidecker das Gremium über die geplanten Änderungen informieren. 

Viele kleine Schritte, aber dennoch zieht sich das Projekt. Von einer „Zitterpartie“ will Leidecker aber nicht sprechen. „Wir sind seit zwei Jahren zu Gange mit der Planung. Wenn wir gleich mit einem Abbruch und Neubau geplant hätten, hätten wir ein Jahr gewonnen.“ Es seien die Genehmigungsphasen, die gerne unterschätzt würden. 

Inzwischen gibt es neue Entwicklungen, was die in Erwägung gezogene Zusammenarbeit mit dem Almdorf in Tegernsee betrifft. Von einem Hotel auf dem Berg und einem Hotel am See war die Rede. Sprich: Im Gespräch war ein Betreiber für das Almdorf und die Seeperle. Diese Idee hat sich offenbar zerschlagen. „Das ist nicht mehr aktuell“, sagt Leidecker.

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