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das Haus darf in die Höhe wachsen, der Schuppen kommt weg. Stattdessen findet hierm auf dem Weg zur Länd, ein Eiswagen Platz.

Tegernseer Bauausschuss bewilligt Antrag von Sabatella 

Francesco darf Eiswagen an die Länd stellen - und aufstocken

Tegernsee - Francesco Sabatella, Betreiber einer Pizzeria an der Tegernseer Hauptstraße, darf in Richtung Länd einen Eiswagen aufstellen - und sein Haus aufstocken.

Francesco Sabatella, Betreiber einer Pizzeria, will investieren. Der Tegernseer Bauausschuss genehmigte die Aufstockung seines Hauses, zudem darf der Italiener einen Eiswagen platzieren. In Sachen Stellplatz zeigte die Stadt Milde. Aber sie will das Parkproblem jetzt anpacken. 

Francesco Sabatello hat viele Pläne. Es habe einige Besprechungen gegeben, ließ Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) im Bauausschuss wissen. Mit positivem Ergebnis. „Das ist jetzt genau das, was die Stadt Tegernsee will“, stellte Hagn fest. Nur zu gerne genehmigte der Bauausschuss die von Sabatella beantragte Aufstellung eines Eiswagens. Sein Standort orientiert sich zur Länd, die inzwischen zu einem beliebten Badeplatz geworden ist und bei schönem Wetter reichlich Spaziergänger anzieht. 

Für den Eiswagen muss ein alter Schuppen weichen. Sitzplätze gehören nicht dazu, für den Betrieb kann die Infrastruktur der Pizzeria genutzt werden. „Da bin ich begeistert“, kommentierte Peter Hollerauer (FWG) die im Bauausschuss präsentierte Skizze. Rudi Gritsch (CSU) stimmte mit ein. Er freue sich über die gelungene Planung. Eines allerdings machte der Ausschuss dem leidenschaftlichen Vespa-Schrauber Sabatella im schriftlichen Beschluss ebenfalls schon mal klar, vorsorglich: „Kein Einverständnis besteht damit, dass die vorhandenen Stellplätze für einen Vespa- und Autohandel zweckentfremdet werden.“ Ohne große Debatte bewilligte der Ausschuss auch die Aufstockung des Wohn- und Geschäftshauses direkt an der Hauptstraße. Um 1,20 Meter darf das Haus in die Höhe wachsen, so dass aus dem Dachgeschoss ein Vollgeschoss wird. „Die Höhe fügt sich in die Umgebung ein“, erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch. 

Problematisch ist hingegen die Stellplatz-Situation. Erst als es um die Aufstockung ging, habe die Stadt realisiert, dass sie schon früher einen zusätzlichen Stellplatz hätte verlangen müssen, erklärte Bürgermeister Hagn. Ausweisen kann Sabatella die fehlende Parkfläche nicht – es fehlt der Platz. Aber er darf sich freikaufen. 7500 Euro muss der Gastronom zahlen. Ein Handel, der dem Stadtrat nicht ganz leicht fiel. „Dann haben wir zwar das Geld, aber keinen Stellplatz“, merkte Florian Widmann (CSU) an. Die Möglichkeit der Ablöse eröffne die Stadt auch nur im Einzelfall, machte Hagn klar. „Bei Neubauten geht das nicht.“ Ohnehin werde der Stadtrat das Parkproblem bald insgesamt anpacken, erinnerte Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste.) 

Wie berichtet, hat die Stadt ein Verkehrsgutachten erstellen lassen. Es liegt nun vor und soll im Januar Thema einer Klausursitzung des Stadtrats sein, wie Hagn auf Nachfrage mitteilte. Dabei wird es um verschiedene Optionen gehen. In Frage kommt eine Verdoppelung der Kreissparkassen-Tiefgarage im Kurgarten, auch der Bau eines Parkhauses auf dem Horn-Grundstück wäre denkbar. Hagn bringt Autos allerdings am liebsten unter die Erde. Am Bedarf für neue Stellplätze besteht kein Zweifel. Nicht nur, weil der Zentralparkplatz nach Einschätzung Hagns nur noch bis zum Jahr 2025 zur Verfügung steht. 

Auch die Rosenstraße könne nur dann von Parkplätzen befreit werden, wenn neuer Parkraum entsteht, macht Hagn klar. Zu bedenken gibt es viel. Dafür brauche der Stadtrat Zeit, macht Hagn klar. Darum wolle er mit Blick auf das Jahr 2025 bald in die Planung einsteigen: „Sonst läuft uns irgendwann die Zeit davon.“

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