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Fährt auch nach Kreuth, auch wenn ihn dort wohl keiner will: RVO-Bus, hier: in Tegernsee.

Busse im 20-Minuten-Takt?

Bürgerbefragung: Busverkehr geht den Kreuthern am ... vorbei

Kreuth – Welche Weichen kann man stellen, damit mehr Bürger den Bus nehmen? Die Gemeinde wollte die Kreuther im großen Stil befragen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Nur 25 Rückmeldungen bekam in der Gemeinde Kreuth die Bürgerbefragung zur Nutzung des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO). „Das ist enttäuschend“, sagte Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) jetzt im Gemeinderat. „Von der Bevölkerung scheint kein Interesse da zu sein, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.“ 

Die Fragebögen waren mit dem Gemeindebrief an die Haushalte gegangen. Zehn der Bürger, die die Fragebögen ausfüllten und an die Gemeinde retournierten, nützen das Angebot im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) regelmäßig, 15 gar nicht. 

18 Bürger gaben aber an, den RVO mehr zu nutzen, sollte das Angebot verbessert werden. Dazu solle der Takt morgens und abends verdichtet werden. Das werde die Gemeinde so an den RVO weitergeben, sagte Bierschneider. Aus Sicht des Bürgermeisters soll auch die Anbindung ins Kreuther Tal vor allem in den Sommer-Monaten optimiert werden: „Wenn wir nicht anfangen, etwas zu ändern, werden wir im Verkehr ersticken.“ 

Markus Wrba (FWG) befand Bus-Verbindungen grundsätzlich für zu unregelmäßig. Für sinnvoll hielt er einen 20-Minuten-Takt. Damit komme unweigerlich die Frage auf, wer das bezahlen soll, gab Bierschneider zu bedenken. Dass in bestimmten Bereichen nur alle zwei Stunden ein Bus fahre, sei jedoch einfach unzureichend. 

Elisabeth Hartwig (CSU) monierte, dass Kreuther Schüler, die das Gymnasium Tegernsee besuchen, nicht selten 45 Minuten für den Heimweg bräuchten. Man solle darüber nachdenken, ob wirklich immer so viele Haltestellen angefahren werden müssten. Zumal es auch für die Kinder nicht zumutbar sei, das Ganze noch einmal auf sich zu nehmen, wenn sie nachmittags noch zur Musikschule oder zum Sport wollten. Deshalb würden die meisten von Eltern gefahren. „Kürzere und häufigere Verbindungen würden nicht nur die Eltern entlasten, man würde diesen Verkehr dadurch auch von der Straße bekommen“, war sich Hartwig sicher. Auch das will Bierschneider berücksichtigen, wenn er in die Gespräche mit dem RVO geht.

Von Alexandra Korimorth

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