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Eine ganze Kiste voller selbst gestrickter Baby-Schuhe brachten die Mitglieder des Frauenbunds Rottach-Egern/Kreuth ins Krankenhaus Agatharied. Die Eltern von Neugeborenen bekommen sie als Geschenk.

Was für eine süße Idee!

Frauen stricken 70 Paar Schuhe für Neugeborene

Tegernseer Tal - Kleine Füße brauchen es kuschlig warm. Für die Neugeborenen des Krankenhauses Agatharied hat der Frauenbund Rottach-Egern/Kreuth deshalb 70 Paar Baby-Schuhe gestrickt.

Beim Katholischen Frauenbund Rottach-Egern/Kreuth glühen regelmäßig die Stricknadeln. Der Verein hat eine eigene, 15-köpfige Handarbeitsgruppe. Die sorgt dafür, dass bei Märkten rund um den Tegernsee die Stände des Frauenbunds stets gut bestückt sind: Selbst gestrickte Trachtenjacken, Socken und liebevoll bestickte Kissen verkauft der Verein für den guten Zweck.

Dass es nun zu der Aktion mit den Babyschuhen kam, ist der Knie-OP und dem anschließenden Aufenthalt von Anneliese Lehner im Krankenhaus Agatharied zu verdanken. Hier kam die 71-jährige Kreutherin, Mitglied im Vorstands-Team des Frauenbunds Rottach-Egern/Kreuth, mit einer Therapeutin ins Gespräch. Und weil es schon früher einmal eine Frauenbund-Aktion unter dem Motto „Herzkissen für Brustkrebs-Patientinnen“ gab, habe die Therapeutin eine Zusammenarbeit mit dem Verein angeregt. „So kam es zu der Idee mit den Schühchen für die Neugeborenen“, berichtet Lehner.

Und ihre Damen ließen sich nicht lange bitten. „Alle waren ganz begeistert“, sagt die Vorsitzende. So entstanden in den darauffolgenden Wochen gestrickte Schühchen in den verschiedensten Farben, Mustern und Größen. „Es gibt ja schließlich Frühchen und größere Babys“, meint Anneliese Lehner. Wer beim Stricken des Schuhwerks nicht ganz so versiert war, wurde eben angelernt. So gibt es in den Reihen der Handarbeitsgruppe etwa eine 89-jährige Dame, die das Stricken der Baby-Schuhe hervorragend beherrscht. „Die hat es bei Bedarf den anderen gezeigt.“

Zweimal im Monat treffen sich die Frauen der Handarbeitsgruppe, um das Material zu verteilen, sich auszutauschen und gesellig beisammen zu sitzen. Die Haupt-Strickarbeit erledigen sie zuhause. Zwei Abende benötigt zum Beispiel Christl Ruttkowski für ein Paar Baby-Schuhe – „man strickt das ja so nebenbei“, sagt sie.

Am Ende kamen auf diese Weise rund 70 Paar Schühchen zusammen, die eine Abordnung der Handarbeitsgruppe den Mitarbeitern der Geburtshilfe-Abteilung im Krankenhaus Agatharied überreichte. Die Freude über das Präsent war riesig, und mittlerweile sind die ersten Schuhe auch an die Eltern verteilt worden. „Ein schöner Erfolg“, resümiert Anneliese Lehner. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Schließlich kann Agatharied mit beachtlichen Zahlen bei den Geburten aufwarten: 2015 erblickten dort insgesamt 907 Kinder das Licht der Welt. Im September 2016 gab’s laut Klinik-Sprecher Ronny Brünner sogar einen Rekord: Erstmals wurden mehr als 100 Geburten in einem Monat registiert: 103 Kinder wurden geboren.

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