Anwohner schreckten am frühen Morgen aus dem Bett

Darum kreiste ein Polizeihubschrauber über Schaftlach

Schaftlach - Gegen 4 Uhr donnerte ein Hubschrauber mit Scheinwerferlicht über Schaftlach. Wieder und wieder drehte er seine Runden - mit Erfolg. Was wir bisher wissen.

+++Aktualisierung 18 Uhr+++

Jetzt ist Folgendes bekannt: Um 3 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Polizei eine Mitteilung über einen Einbruch bei einem Schrotthändler nahe des Schaftlacher Bahnhofs. Beim Eintreffen am Tatort flüchteten zwei junge Männer in das angrenzende Waldstück. Im Zuge der groß angelegten Fahndung, bei der neben mehreren Polizeistreifen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, konnte ein 24-Jähriger im Bereich der Moaralm bei Sachsenkam (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) von der Bundespolizei festgenommen werden.

Den Wert des Diebesguts und den Schaden beziffert die Polizei auf mehrere Tausend Euro. Die Polizei geht davon aus, dass noch zwei weitere Männer an der Tat beteiligt waren und bittet daher um Zeugenhinweise:

Wer hat in den frühen Morgenstunden zwischen 2 Uhr und Tagesanbruch Personen gesehen, die sich in der Nähe des Bahnhofs Schaftlach und dem angrenzenden Waldgebiet aufhielten? Wer kann Angaben zur Besetzung eines weißen VW-Kastenwagens machen, der zwischen Mitternacht und 3 Uhr in der Nähe des Schrottplatzes in der Bahnhofstraße in Waakirchen-Schaftlach abgestellt wurde? Hat jemand junge Männer am Morgen des 16. August mitgenommen? Hinweise erbittet die Polizei Bad Wiessee unter der Rufnummer 0 80 22 -9 87 80.


+++

Der Großeinsatz der Polizei Bad Wiessee ließ am Dienstagmorgen nicht wenige Anwohner aus ihren Betten schrecken. Viele fragten sich verunsichert, was da draußen ablief.

Tatsächlich handelte es sich um eine Verfolgungsjagd, wie die Polizei Bad Wiessee auf Nachfrage mitteilt. Offenbar hat es einen Einbruch in einen Betrieb nahe des Schaftlacher Bahnhofs gegeben. Zeugen riefen die Polizei und konnten wohl Angaben zum mutmaßlichen Fluchtfahrzeug machen.

Daraufhin setze die Polizei Bad Wiessee am frühen Dienstagmorgen alle Hebel in Bewegung. Man habe auf "alle verfügbaren Werkzeuge" zurückgegriffen - inklusive eben auch auf einen Hubschrauber. Und tatsächlich: Dank Hubschrauber & Co. konnte die Polizei mehrere Verdächtige dingfest machen.

Zu den genauen Umständen der Tat will die Polizei noch keine Auskünfte geben. Die Ermittlungen dauern noch an.

kmm

Rubriklistenbild: © dpa

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