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Konstanz im Waakirchner Rathaus: Seit 1979 hat Franz Schweiger dort seinen Arbeitsplatz

Waakirchner Geschäftsleiter Franz Schweiger geht in den Ruhestand

Nachfolger für Allrounder im Rathaus gesucht 

Waakirchen - Gemeinde-Geschäftsleiter Franz Schweiger kennt Waakirchen wie kaum ein anderer: Seit 37 Jahren geht er jeden Tag ins Rathaus. Nächstes Jahr geht er in den Ruhestand. Aktuell sucht die Gemeinde einen Nachfolger. 

Vier Bürgermeistern hat er zugearbeitet, seit 37 Jahren geht er jeden Tag ins Waakirchner Rathaus. Im kommenden Jahr will sich der Gemeinde-Geschäftsleiter Franz Schweiger (63) in den Ruhestand verabschieden. Per Stellenanzeige wird derzeit ein Nachfolger gesucht, der im Januar 2017 seinen Dienst antreten soll. 

Schweiger wird dann noch eine Weile im Amt sein, offiziell hat er am 30. Juni 2017 seinen letzten Arbeitstag. Auf Wunsch des Gemeinderates arbeitet er den Neuling persönlich ein. Vermutlich Mitte Mai, schätzt Schweiger, werde er sich wohl aus dem Dienst verabschieden – es sind etliche Urlaubstage abzufeiern. Und so sehr er sich auf das Plus an Freizeit freut: „Es wird schon gewöhnungsbedürftig sein, nicht mehr ins Rathaus zu gehen“, sagt Schweiger, der in Marienstein wohnt. 

Langweilig werde es ihm aber sicher nicht, merkt der Geschäftsleiter an. Der 63-Jährige ist gern draußen in der Natur unterwegs, geht zum Radfahren und zum Schwammerlsuchen, aber auch auf Reisen. 26 Jahre war er alt und gelernter Steuerfachmann, als die Gemeinde Waakirchen ihn zum 1. September 1979 engagierte. Zuerst als Kämmerer, ab Januar 1985 dann als Geschäftsleiter. Damals war Peter Westermeier (SPD) Bürgermeister, und die heftig umstrittene Gebietsreform lag gerade mal ein Jahr zurück. Auf Westermeier folgten die Bürgermeister Norbert Kerkel (FWG), Peter Finger (CSU) und schließlich der jetzige Amtsinhaber Sepp Hartl (FWG).

Der Geschäftsleiter einer kleinen Gemeinde ist der Mann für alles. Schweiger hat das immer Spaß gemacht. „Ich mag es, dass man sich in allen Bereichen auskennen muss“, meint Schweiger. Und es ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich ist der Geschäftsleiter auch Bindeglied zwischen Verwaltung und Politik, also Bürgermeister und Gemeinderat. „Und ich muss halt auch die rechtliche Seite der Dinge betrachten“, meint Schweiger. Manches Mal gibt es Unangenehmes zu verkünden. 

Etwa, dass ein Bürgerwunsch, den der Gemeinderat eigentlich unterstützen will, nicht genehmigungsfähig ist. „Da ist man dann der Unbequeme, der Verhinderer“. weiß Schweiger. Eben dies sei für ihn auch das Schwierigste an dem Posten: Bürger enttäuschen zu müssen, denen man doch eigentlich helfen will. Oft gelingt Letzteres aber auch trotz rechtlicher Hürden, wie Schweiger erzählt: „Ich schaue schon immer, dass ich die richtigen Stellschrauben finde.“

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