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Nasser Keller - für Martin Athes steht der Schuldige fest: die Gemeinde und ihre Sozialhäuser.

Bürgermeister Hartl weist Vorwürfe zurück

Nasser Keller: Schaftlacher gibt Gemeinde die Schuld

Schaftlach - In den Keller des Hauses von Martin Athes am Schaftlacher Michel-Schreiber-Weg dringt Wasser ein. Seit dem Bau der Gemeindehäuser habe sich das Problem verschärft, klagt Athes.

Der Keller des Hauses von Martin Athes in Schaftlach ist feucht, bei Regen sogar nass. Ärger mit eindringendem Wasser hat Athes schon seit dem Ausbau des Michael-Schreiber-Wegs im Jahr 1998. Damals lief in Sachen Entwässerung etwas schief, was auch Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) bestätigt. Aber jetzt, sagt Athes, habe das Problem eine neue Dimension angenommen. Seit dem Bau der beiden neuen Gemeindehäuser – sie dienen derzeit als Flüchtlingsunterkunft – rinne noch viel mehr Wasser in sein Haus. 

Schon während der Bauphase habe er darauf aufmerksam gemacht, meint Athes. „Aber das hat niemanden interessiert.“ Bürgermeister Hartl und Andreas Hagleitner als Vorsitzender des Kommunalunternehmens (KU) – Bauherr der neuen Häuser – hätten sich zwar vor Ort ein Bild gemacht, aber nicht geholfen, schildert Athes. Nun versickere das vom Hang kommende Wasser auf seinem Boden, die Sickerdohle sei viel zu klein. Unterdessen nehme sein Haus, Baujahr 1958, immer größeren Schaden, erklärt Athes: „Ich habe vor jedem größeren Regen Angst.“ Denn dann drücke die Nässe durch die Wand in seinen Keller. Eine schlimme Situation vor allem für seine Mutter, die im ersten Stock wohnt. Von der Gemeinde fühle er sich komplett im Stich gelassen, klagt Athes. Das wolle er nun öffentlich machen. Für einen Rechtsanwalt fehle ihm das Geld. 

KU-Vorsitzender Hagleitner kann sich über die Beschwerde nur wundern. „Wir haben doch alles gemacht, was möglich war“, versichert Hagleitner. Um das Nässe-Problem im Haus der Familie Athes zu lösen, habe das KU für viel Geld das Abwasserkonzept verändert und leite das Wasser weit weg vom Haus der Familie in Richtung Schule. Die zusätzlichen Arbeiten haben Hagleitner zufolge 2500 Euro gekostet. 950 Euro davon soll Athes begleichen. Ein fairer Betrag, wie Hagleitner findet. Schließlich habe Athes zuvor eine Kostenbeteiligung bis 3000 Euro angeboten. 

Die Rechnung, erklärt Hagleitner, habe er Athes bisher noch nicht einmal zugestellt. Über die Klagen, die Gemeinde, beziehungsweise das KU, hätte nichts unternommen, um Athes zu helfen, könne er sich nur wundern, meint Hagleitner. Und auch ärgern. Schließlich habe das KU wirklich alles daran gesetzt, das Problem zu lösen und dafür viel Geld eingesetzt. Dasselbe sagt auch Bürgermeister Hartl. Das KU habe sicher allesgetan, um das Nässe-Problem des Anwesens Athes nach dem Desaster beim Ausbau des Michael-Schreiber-Wegs endlich dauerhaft zu lösen. 

Möglicherweise, so Hartl, sei aber auch die eigene Sickeranlage von Athes nicht in Ordnung und müsse saniert werden. Er plädiere dafür, einen Ingenieur mit der Ursachensuche auch im Hause Athes zu beauftragen, meint Hartl. „Dazu müsste uns Herr Athes halt auf sein Grundstück lassen.“ Sollte der Gutachter zu dem Schluss kommen, dass die Gemeinde einen Fehler gemacht habe, werde er diesen selbstverständlich bereinigen, versichert Hartl: „Dann müssen wir natürlich in die Pötte kommen.“

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