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Große Augen machten Kinder und Eltern, als der kleine Manuel-Neuer-Fan den Falkner machen durfte.

Alle Kurse ausgebucht

Apfeldorfer Ferienprogramm boomt

Apfeldorf - „Das ist so ein schönes Miteinander. Wenn wir was brauchen, bekommen wir sofort Unterstützung.“ Apfeldorfs Ferienprogramm-Organisatorin Rosi Ehlich ist hellauf begeistert vom Zusammenhalt des Dorfes. Das Beste aber ist, dass alle Kurse ausgebucht sind.

Die Ausschreibung für das sechste Ferienprogramm hat jedes Apfeldorfer Kind im Alter von zwei bis 15 Jahren bekommen und innerhalb kürzester Zeit sind 168 Anmeldungen für die 13 Kurse eingegangen. „Damit ist jeder Kurs ausgebucht“ erwähnt Uschi Schmid vom Organisationsteam. Nachdem inzwischen fast alle Termine ausgeführt sind, kann sie ergänzen, dass die Kinder ihre Anmeldungen auch alle wahrgenommen haben.

Los ging es mit dem beliebten Bogenschießen, das schon seit einigen Jahren angeboten wird und auch der Besuch bei der Imkerin Rita Christof oder beim Hufschmied Paul Lechner erfreute sich trotz mehrjähriger Auflage großer Nachfrage. Bildhauerin Cornelia Rapp-Lang machte in den vergangenen Jahren einen Ytong-Bildhauer-Kurs, heuer lud sie zu einer Indianerwoche. Vormittags durften die Größeren ab sieben Jahren, nachmittags die Kleineren in die Welt der Indianer eintauchen, Steinkreise legen, Totempfähle zusammen nageln oder Pfeil und Bogen bauen. „Das ist viel mehr Aufwand für mich, aber es macht auch Spaß, weil die Kinder so begeistert dabei sind“, so die Kursleiterin.

Wichtelwerkstatt kurzfristig im Dreieckstadl

Kreativ sein durften die Kinder in der „Wichtelwerkstatt“ mit Andrea Rath oder beim Graffiti-Kurs mit der Apfeldorfer Künstlerin Christine Gottlöber. Hier ein Beispiel für das Miteinander im Dorf: weil das Wetter an diesem Tag nicht so gut war, sperrte der Gemeindearbeiter kurzerhand den Dreieckstadl auf und als das zehn Meter lange Graffiti-Plakat fertig war, fragte Rosi Ehlich beim Eigentümer des alten Lagerhauses, ob man es dort aufhängen könnte. Der kam sofort vorbei und befestigte das Kunstwerk gut sichtbar an der Hauptstraße.

Hufpflege: Die kleinen Jungs und Mädels schauten dem Hufschmied über (oder besser unter) die Schulter.

Mit „Schnupperstunden im Schützenheim“ oder dem Theaterprojekt „Unterwegs in ferne Welten“ beteiligten sich auch zwei Vereine am Ferienprogramm. Und der Landesbund für Vogelschutz lud zum „Holz fällen im Breiten Moos“. Begeistert waren die Organisatorinnen Brigitte Spieß und Christine Marx auch von der Resonanz bei der Greifvogel-Flugvorführung. Kalkuliert hatten sie mit etwa 40 Zuschauern, gekommen sind über 200 Apfeldorfer jeden Alters, die den Ausführungen des Falkners Wolfgang Schreyer aufmerksam folgten. Der Kurs Zirkus-Akrobatik mit Manuela Fernsemmer ist ebenfalls mit einer Veranstaltung für die Allgemeinheit kombiniert.

Kinder präsentieren gelernte Kunststücke

Am Sonntag, 14. August, führen die Kinder ab 9.30 Uhr ihre Kunststücke in der Mehrzweckhalle vor, parallel dazu gibt es auf dem Bolzplatz einen Flohmarkt. Für den letzten Termin im Ferienprogramm 2016, einem Ausflug zum BMW-Junior Programm in München, haben sich so viele Kinder angemeldet, dass gleich ein großer Bus eingesetzt werden muss.

Die vier Macherinnen des Ferienprogramms Rosi Ehlich, Brigitte Spieß, Uschi Schmid und Christine Marx sind trotz der täglichen Termine ganz entspannt, denn sie können feststellen, „es läuft alles sehr harmonisch und die Kinder sind mit Feuereifer dabei“.

Rosi Geiger

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