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Festlicher Sommer in der Wies

Zauberhaft schön: Eine Pilgerreise in Wort und Ton

Schongau - Mit der Volksweise „Sei gegrüßt zu tausendmal“ eröffneten die Rottenbucher Weisenbläser am Samstagabend in der Altenstadter Basilika das zweite Konzert der Reihe Festlicher Sommer in der Wies.

Die Besucher wurden dabei mitgenommen auf eine Pilgerreise in Wort und Ton. Das unter dem Titel „Alpenländische geistliche Volksmusik“ angekündigte Konzert war ein von Angela Holzschuh zusammengestelltes, feines und rundes Gesamtkunstwerk, das beruhigte und entspannte. Holzschuh ist ausgebildete Harfenistin und hat während ihrer musikalischen Ausbildung in München auch das Fach „Volksmusik“ studiert. Seit 2005 gestaltet sie diese Art von Konzert.

Der Programmverlauf musste ein wenig abgeändert werden. Die Dietlhofer Sänger hatten kurzfristig abgesagt. Das Publikum kam aber dennoch voll auf seine Kosten, denn der „Anzenberger Dreigsang“ präsentierte neben seinem ursprünglichen Programm noch weitere Stücke und füllte die musikalische Lücke. So kam man neben Werken wie „Schönster Jesu meiner Augen“ oder „O Maria sei gegrüßt“ auch noch in den Genuss eines wunderschönen Jodlers. Das Ehepaar Elly und Hans Anzenberger haben ihre Tochter Simone mit ins Boot geholt. Das Trio ist sehr mit dem religiösen Volkslied verbunden und überzeugt immer wieder mit klaren, kräftigen Stimmen.

Die „Weilbeurer Pfeifenzupfer“ sind allein vom Namen her schon interessant. Aus den Wohnorten Weilheim und Kaufbeuren setzt er sich zusammen. Und Pfeifenzupfer deshalb, da eine Harfe, eine Zither und eine Flöte zum Einsatz kommen. Fröhliche Stücke spielen die Kaufbeurer Daniel Herrmann (Zither), seine Frau Christina (Blockflöte) und die Weilheimerin Angela Holzschuh (Harfe) an diesem Abend. „Österliche Marienweisen“ sind dabei, ein „St. Josefs-Menuett“, und man hört ein Werk mit dem seltsam anmutenden Titel „Zwei Deutsche aus München“.

Das Oberammergauer Holzbläsertrio spielt seit über 40 Jahren zusammen. Die beiden Klarinettisten Florian Härtle und Gerhard Klein und der Fagottist Heinz Heidl sind bestens miteinander eingespielt. Neben einigen fröhlichen Weisen, interpretieren sie auch sehr beeindruckend das bekannte Wieslied „Kommt, ihr Sünder, kommt gegangen“. Die Stoabach Saitnmusi ist mit vier Instrumenten vertreten. Auch sie sind beinahe ein reines Familienunternehmen. Ehepaar Norbert Pöschl (Gitarre) und seine Frau Manuela (Hackbrett) haben als Neubesetzung ihre Tochter Christine an der Harfe mit dabei. Rudi Beyer als „Familienfremder“ zupft und streicht den Kontrabass. Auch diese Gruppe ist mit sich und der Musik im Einklang, und man hört neben einem „Landler 2“ auch noch verschiedene schwungvolle Weisen.

Sie können auch besinnlich spielen, die fünf Weisenbläser aus Rottenbuch. Thomas Eiler jun. und Dominikus Schauer (Flügelhorn), Stefan Heiland (Tenorhorn), Johannes Eiler (Bariton) und Stefan Strauß (Tuba) präsentieren neben weiteren Stücken mit „Wann du durchgehst durchs Tal“ schöne leise Töne. Zu Gehör kamen auch besinnliche und informative Betrachtungen und Textbeiträge.

„Ich nehme Sie mit auf eine Pilgerreise“, sagte Sprecher Manfred Karlinger zu Beginn. Der ehemalige Rektor im Förderzentrum Altenstadt hatte sich meditative Gedanken um das Wallfahren gemacht. Er stellte fünf Pilgerstätten des Pfaffenwinkel vor. Von der Kirche Maria Heimsuchung in Ilgen über die Wieskirche, die Heiligkreuz Kirche Polling, die Kirche Maria Himmelfahrt in Hohenpeißenberg bis hin zur Basilika in Altenstadt spannte er seinen Bogen. „Pilgerstätten sind Orte des Trosts, des Friedens und Erholungsplätze für die Seele“, sagte er. Und es war ein wunderschöner Abschluss, vor dem großen Kreuz über dem Altar der Basilika ein von den Rottenbucher Weisenbläsern begleitetes „Großer Gott wir loben Dich“ zu singen.

Regina Wahl-Geiger

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